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Das Geheimnis des Ketzers - Teil 8

Roman

2015 69 Seiten

Leseprobe

Über dieses Buch:

Spanien im 15. Jahrhundert – eine gefährliche Zeit für alle, die nach der Wahrheit suchen. Nach jahrelangen Bemühungen ist der Forscher Adam Quintero endlich am Ziel: Er kann die Existenz einer höheren Macht beweisen! Doch er ist sich sicher, bei dieser kann es sich nicht um Gott handeln … und diese frevelhafte Behauptung macht ihn zum verfolgten Ketzer.

Wird er es schaffen, dem grausamen Zorn der Kirche zu entkommen? Und hat die gefährliche Entdeckung womöglich sogar die Kraft, die Zukunft zu verändern?

Der spannender Thriller auf zwei Zeitebenen jetzt als fesselndes Serial: Band 8 von 8

Über den Autor:

Mattias Gerwald ist das Pseudonym des Erfolgsautors Berndt Schulz, dessen Kriminalreihe rund um den hessischen Ermittler Martin Velsmann ebenfalls bei dotbooks erscheint: Novembermord, Engelmord, Regenmord und Frühjahrsmord. Er lebt in Frankfurt am Main und in Nordhessen.

Unter dem Namen Mattias Gerwald veröffentlichte er historische Romane, in denen entweder eine außergewöhnliche Persönlichkeit oder ein ungewöhnliches historisches Ereignis im Mittelpunkt steht. Er gilt als Experte für die Geschichte der europäischen Mönchsritterorden.

Für die Tempelritter-Saga schrieb Mattias Gerwald folgende Bände:

Die Tempelritter-Saga – Band 5: Die Suche nach Vineta
Die Tempelritter-Saga – Band 8: Das Grabtuch Christi
Die Tempelritter-Saga – Band 9: Der Kreuzzug der Kinder
Die Tempelritter-Saga – Band 18: Das Grab des Heiligen
Die Tempelritter-Saga – Band 20: Die Stunde des Rächers
Die Tempelritter-Saga – Band 24: Die Säulen Salomons


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Überarbeitete Neuausgabe Dezember 2015

Die überarbeiteten Neuausgaben der Romane »Das Geheimnis des Ketzers« von Mattias Gerwald, die bei dotbooks in acht Bänden erscheinen, beruhen auf dem Roman »Der Ketzer«, der erstmals 1998 bei Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co., Bergisch Gladbach, veröffentlicht wurde.

Copyright © der Originalausgabe 1998 bei Autor und Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co., Bergisch Gladbach

Copyright © der Neuausgabe 2015 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Nele Schütz Design unter Verwendung des sog. Erpho-Kreuz aus der Ausstellung »Das Reich der Salier (1992)«

ISBN 978-3-95824-566-2

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Mattias Gerwald

Das Geheimnis des Ketzers – Band 8

Roman

dotbooks.

Die handelnden Personen:

1493

Adam Quintero, Arañador der katholischen Könige Spaniens

Eva, seine Frau

Ferdinand II., König von Aragon und Sizilien

Isabella, Königin von Kastilien

Luis de Santangel, Schatzmeister von Kastilien

Gabriel Sanchez, Schatzmeister von Aragon

Diego Lopez de Losa, Maler

Tomas de Torquemada, Großinquisitor

Abbo de Cuenca, Mönch des Hieronymiten-Ordens

Christophorus Columbus, Entdecker

Don Santiago, alter Müller in Aranjuez

Der Adelantado des Königs

Jerónimi, Gitano

Cesar de Cortez, Großmeister des Santiago-Ordens

Fray Antonio de Montesino, Mönch

Juan Pérez, Abt von La Rábida

Ferdinando, Portero der Alhambra

Matias, Hausbesorger

Moreno, Moslem

Don Ibn Amid, königlicher Beauftragter

Hidalgos, Folterknechte, Kardinäle, Priester, Padres, Meuchelmörder, Ermordete, Staatsbeamte, Wollhändler, Kaufleute, Flagellanten, Soldaten, Hieronymiten, Franziskaner, Benediktiner, Dominikaner, Conquistadoren, Päpste, Gitanos, Juden, Morisken, Mauren, Conversos, Ketzer, Santiagoritter, Tagelöhner, Bürger, Inquisitoren – und Kreuzspinnen.

1993

Eluard van Endles, deutscher Informatiker

Rita, seine Frau, Biologin

Alf Quint, Computerkünstler

Vera Quint, seine Frau, begabtes Medium

Aramov, Sibirjake

Baumeister, Spionageexperte

Dr. Ulert, Schweizer Astrophysiker

Dr. Scriba, Schweizer Astrophysiker

Dr. Kern, Deutscher Astrophysiker

Pater Marcellinus, Abt von Seligenthal

Agenten, Hotelbesitzer, Journalisten, Firmeninhaber, Wissenschaftler, Computerspezialisten, Gläubige, Ungläubige – und Kreuzspinnen.

9. Kapitel
Das Ende

(Oktober 1493 – Oktober 1993)

»Du bist Darsteller eines Stücks, dessen Charakter der Autor bestimmt, und zwar eines kurzen, wenn er es kurz, eines langen, wenn er es lang wünscht. Will er, daß du einen Bettler darstellst, so spiele auch diesen einfühlend; ein Gleiches gilt für einen Krüppel, einen Herrscher oder einen gewöhnlichen Menschen. Deine Aufgabe ist es nur, die dir zugeteilte Rolle gut zu spielen; sie auszuwählen, steht einem anderen zu.«

Epiktet
Die Könige

Der Brief

Zur gleichen Zeit hielt Luis de Santangel eine Abschrift des von Columbus geschriebenen Briefes in der Hand. Er hielt den Brief noch dichter an seine Augen. Aber die sorgfältig geschriebenen Zeilen verschwammen erneut. Das lag nicht an seinem Alter, nein, es lag an seinen Tränen.

Er las den Satz immer und immer wieder: »Wenn die Spanier in meiner Festung La Navidad sich vernünftig verhalten hätten, hätten die Inselbewohner für sie keine ernstliche Gefahr bedeutet …«

Santangel stand in der Bibliothek der Universität von Salamanca und ließ seinen Blick zur Decke schweifen, um sich von der trostlosen Botschaft des Briefes abzulenken. Sein Blick blieb am Deckenfresko haften. Es war von Fernando Gallego gerade fertiggestellt, und zur feierlichen Einweihung in Verbindung mit einer Staatssitzung war auch der Escribano des Königs bestellt worden. Das bunte Fresko zeigte die Sonne, die Planeten und die achte Sphäre, alles in traditioneller Malerei, aber auf dem neuesten astronomischen Wissensstand. In dieser Universität scheute sich niemand, ketzerisch zu denken. Santangel wußte, daß deshalb in Salamanca die bedeutendsten Astronomen, Kosmologen, Juristen, Naturgeschichtler und Theologen des Landes lehrten. Auf 25 Lehrstühle kamen insgesamt siebentausend Studenten – rebellische Studenten, was zu Überlegungen geführt hatte, für sie ein eigens, kontrollierbares Viertel zu bauen.

Santangel hob den Brief erneut an seine Augen. Die Einzelheiten der Universität, der neben Valladolid wichtigsten im Land, interessierten ihn nur insofern, als unter den Gelehrten von Salamanca über die weitere Zukunft der Entdeckungsfahrten entschieden wurde. So war der Ausgang des heutigen Disputs, den der Columbus-Brief ausgelöst hatte, entscheidend dafür, ob weitere Gelder zur Erforschung der neuen Kontinente bereitgestellt wurden. Und das schien mehr als fraglich. Denn Santangel erinnerte sich daran, daß hier in der Stadt vor drei Jahren über 6000 Bibeln und Bücher verbrannt worden waren. In Salamanca regierte – außerhalb der Universität – seitdem der Ungeist der Inquisition wie in kaum einer anderen Stadt. Warum sollte also ausgerechnet hier ein neuer Wind für Entdeckungen wehen? Oder vielleicht gerade hier? Er wußte es nicht.

Durch die Gänge vor der Bibliothek tobte ein Rudel übermütiger Studenten in der Uniform der Jura-Adepten. Santangel fühlte sich gestört, las dann aber weiter. Columbus schrieb:

»Wir fanden bei unsrer Landung zwei Leichen, die bereits bis zur Unkenntlichkeit verwest waren. Zunächst kam bei den unsrigen darüber Verwunderung auf, aber am nächsten Tag wich diese Verwunderung schlimmer Befürchtung. Erneut fanden wir zwei Leichen, deren eine im Stadium starker Verwesung einen dichten Bart erkennen ließ. Da die Aruaken, die hier siedeln, bartlos sind, konnte es sich bei den Toten nur um die unsrigen handeln. Und da die Toten auch nicht christlich beerdigt worden waren, konnten wir nur schließen, daß in La Navidad heillose Zustände geherrscht hatten. Voller Sorge stachen wir wieder in See und gingen am Abend an jener Küste vor Anker, wo der größte Teil unserer Besatzung zurückgelassen worden war. Doch an Land zeigten sich auf Kanonenschüsse und Signalfeuer hin keine Lebenszeichen. Als dann in einem Kanu einige Indianer an Bord stiegen, um mir, dem Admiral der Ozeane, goldene Geschenke zu überreichen, da erfuhren wir das Furchtbare.«

Luis de Santangel wußte, was kam. Er ging einige Schritte durch die Bibliothek, um an die Fenster zu treten, wo das Licht besser war. Mühsam beherrscht las er weiter.

»Und als wir darauf an Land gingen, fanden wir die Festung niedergebrannt und zerstört und die Indianer von großer Scheu vor uns erfüllt. Im weiteren Verlauf unserer Erkundung entdeckten wir in einigen Hütten der Einheimischen spanische Kleidungsstücke und Gerätschaften, bis schließlich die bereits von Gras überwucherten Leichen von elf Soldaten gefunden wurden. Bei hochnotpeinlichen Befragungen der Indianer kam schließlich heraus, daß die unsrigen ihren Untergang selbst heraufbeschworen hatten. Aus Gründen der Arbeitsaufteilung, wegen des Goldes und wegen der indianischen Frauen hatten sie sich in Händel verwickelt. Nach dem Tod eines Mannes durchstreiften sie auf der Suche nach Gold marodierend die Insel und töteten wahllos. Die unsrigen hatten alles Gold und alle Weiber, deren sie habhaft werden konnten, an sich raffen wollen. Sie hatten sich nicht mit dem begnügt, was ihnen der Häuptling gegeben und zu geben versprochen hatte, sie hatten sich in viele Gruppen aufgelöst und über die ganze Insel verstreut. Als sich der Kazike Caonabó mit Gewalt zur Wehr setzte und die in sein Gebiet eingedrungenen Christen besiegte, als er auch gegen die restlichen Spanier in La Navidad vorging, indem er die Festung nachts angriff, wurden alle Christen einzeln niedergemacht … Alle Männer, über vierzig, sind tot …«

Santangel legte den Brief auf den Sims des Sprossenfensters und blickte versonnen hinaus, wo das goldene Band des Rio Tormes in der Sonne funkelte. Es war ihm klar, was das bedeutete. Es gab in absehbarer Zeit kein Gold, es gab keinen Reichtum, es gab keine Sklaven. Die Entdeckung der Neuen Welt im Westen, einer düsteren Welt, die durch das Licht des Christentums erhellt werden sollte, war vorerst zu Ende. Die Entdecker selbst hatten sich unchristlich verhalten, sie hatten ihrer aller Hoffnung verspielt.

Santangel überflog des Rest des traurigen Briefes. Aber er war kaum noch aufnahmefähig. Zu hart traf ihn die Gewißheit, daß beim Zusammenprall der Alten Welt mit der Neuen Welt nur Trümmer entstanden waren. Beide Welten konnten nicht zusammen existieren.

Columbus hatte versagt. Seine Visionen erwiesen sich sämtlich als undurchführbar. Die Größe der Seefahrers war wohl deshalb nicht in seiner Ankunft im Neuen Land zu suchen, sondern eher in seiner Abfahrt aus der Alten Welt.

Santangel vermied es, die weiteren düsteren Einzelheiten, die der Seefahrer mitteilte, ausführlich zu überdenken. Ein Satz wie der folgende bereitete ihm allein schon größtes Unbehagen: »Die Köpfe der Einheimischen auf den neuen Inseln, die ich betrat, waren in fein gearbeitete und bunte Baumwollschals gewickelt, es waren Almaizares …«

Almaizares! Durchfuhr es den Leser, das waren die Schleier, die von den Mauren im heimischen Spanien als Kopfbedeckung getragen wurden. Wie kamen sie in jenen fremden Kontinent Westindiens? Und es fiel ihm gleichzeitig wie Schuppen von den Augen, wie Columbus einmal in La Rábida davon gesprochen hatte, daß die Indianer ausgewanderte Semiten sein könnten. Jetzt fiel Santangel noch eine weitere Einzelheit ein. Hatte Columbus nicht bei seiner ersten Reise einen Dolmetscher für Hebräisch mit an Bord gehabt? Ja, richtig! Das war ihm damals, bei der ersten Reise, gleichseltsam vorgekommen. Ein Dolmetscher für Hebräisch, für Semitisch – nicht für Indisch oder Japanisch. Hatte der Seefahrer damit gerechnet, Juden oder Mauren auf den Westindischen Inseln anzutreffen? Munkelte man nicht sogar, der Genuese sei selbst Jude? Ein Converso im Dienst der spanischen Krone, der ausgewanderte Juden in einer Welt ausfindig machen sollte, die ihm angeblich unbekannt und fremd war!

Santangel schwirrte der Kopf. Er wollte sich mit derlei Phantasien gar nicht weiter beschäftigen. Wenn es um die Reisen des Christobal Colon, oder Christophorus Columbus, wie er sich ebenfalls nannte, auch viele Rätsel und Geheimnisse gab, er kannte den eigentlichen Auftrag. Gold! Und dann noch die Lösung eines einzigen Rätsels. Was waren das für Zeichen aus der dort erschienenen Gegenwelt, jenseits der bekannten, christlichen Welt? Doch über dieser Frage war offensichtlich mehr Chaos entstanden als eine Klärung erzielt.

Der Escribano des Königshauses Kastilien wollte sich schon zum Gehen wenden, da fiel ihm erneut etwas ein. Was hatte Columbus über jenen Arañador geschrieben, den er, Santangel, in La Rábida kennengelernt hatte? Der Schatzmeister der Krone blätterte den zehnseitigen Brief zurück. Ja, dort, auf der sechsten Seite stand es. Santangel las es noch einmal. Es war erstaunlich. Columbus schrieb:

»Ich habe hier, weil ich untätig bin und nicht weiß, was ich in dieser furchtbaren Neuen Welt weiter tun soll, um meinen Auftrag zu erfüllen, noch einmal jene Handschrift gelesen, die mir Don Quintero beim Abschied in Palos mitgab. Ich las sie bereits auf der langen, dreiwöchigen Reise zweimal. Ein erstaunliches Manuskript! Es sagt – mit anderen Mitteln, unter anderen, unvergleichlichen Umständen entstanden – das gleiche, als was ich behaupte, nämlich, daß wir beobachtet werden! Daß uns das Andere, Fremde aus einer unbegreiflichen Welt entgegentritt. Und daß es uns vernichten will! Wir stehen am Abgrund! Den letzteren Punkt erwähnt Don Quintero nicht derart ausdrücklich. Doch ich erwähne ihn, ich bin überzeugt davon! Deshalb habe ich die Handschrift jenem ebenholzfarbenen Weib des Häuptlings geschenkt, die mir bei meiner ersten Ankunft auf Guanahani die Lederrolle überreichte, in der unsere Vergangenheit bis zu dem Zeitpunkt der Landung sich Schritt für Schritt von unbekannter Hand aufgezeichnet fand. Das Manuskript Quinteros ist das genaue Gegenstück zu dieser Lederrolle! Es beschreibt auf gleichnishafte Weise eine Gegenwelt, die seine Spinnen lenkt. Und diese Gegenwelt erkenne ich wieder. Es ist die Welt der Westindier, dieser Mörder, dieser Vernichter unseres Christuswillens. Ich bin der Christusbringer! Sie sind die Abgefallenen! Sie müssen vernichtet werden! Denn ich weiß, die Gewalt ist die Königin des Handelns!

Wir haben Isabella, die Insel, die fünfundsiebzig Kilometer westlich von Puerto Plata liegt, wegen des feindlichen, ungesunden und tödlichen Klimas dem Erdboden gleichgemacht – in den Ruinen spukt es, dort ereignen sich so rätselhafte Dinge, daß ich darüber nicht sprechen will. Ich breche morgen früh von hier auf. Ich will in das Land der Kannibalen gelangen. Dort werde ich entweder das Gold finden, das meine Könige von mir wollen, mehr Gold als die Minen von Bilbao Eisen spenden, oder das Schrecklichste, das ein Christenmensch finden kann. Den Tod. Oder noch Schlimmeres … Denn hier, in dieser Todeszone zwischen dem Guten und dem Bösen, gibt es Schlimmeres als den Tod … Und ich flehe zu Gott, dem Allmächtigen, daß ich lebend zurückkommen werde, um Euch in der Heimat und um meinen Enkeln davon Zeugnis abzulegen …«

Den Rest ersparte sich Santangel.

Dieser Seefahrer war ihm unheimlich – und zuwider. Er hatte ihn gefördert, ja, aber jetzt verachtete er ihn. Hatte er nicht so viele Geschichten erzählt, daß man ihm nicht mehr glauben konnte? Bei der ersten Reise im Febrero anno 1492, der geheimen Reise, hatte er das Gold von Cipangu und Cathay gesehen, bei der ersten offiziellen Reise im Dienst der Könige nur San Salvador gefunden. Bildete er sich die negativen Veränderungen der entdeckten Gebiete nur ein, oder hatte er ein gänzlich anderes Land betreten? Was war in jenem fernen, unheimlichen Land wirklich geschehen? Santangel ahnte, daß er es nie erfahren würde. War diese Welt jenseits der Ozeane das Fremde schlechthin, das sich ständig und aus sich heraus veränderte? Oder hatte sich nur der Entdeckungsreisende verändert, nachdem die Inquisition ihm bei seiner Rückkehr in ihre Fänge genommen hatte?

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Titel: Das Geheimnis des Ketzers - Teil 8