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Touch me harder: Ein Dark-Pleasure-Roman - Band 4

von Eden Bradley (Autor) Claudia Müller (Übersetzung)

2019 350 Seiten

Leseprobe

Über dieses Buch:

Sein durchtrainierter Körper, dieser heraufordernde Blick und ein sinnlicher Mund, der heiße Küsse verspricht: Cameron Ross weiß genau, dass alle Frauen ihn wollen – aber er hat sein großes Glück bereits gefunden. Jillian und er sind ein echten Traumpaar! Trotzdem gibt es etwas, über das sie bisher nie zu sprechen wagten. Mit klopfenden Herzen gestehen sie sich nun, welche Fantasien sie schon viel zu lange hüten … und beschließen, gemeinsam die faszinierendsten Spielarten der Erotik zu genießen. Aber wird dies die Leidenschaft zwischen ihnen noch stärker lodern lassen – oder sie verbrennen?

Auch der charismatische Robert di Sante und der erfahrene Damien Knight sind auf der Suche nach den Partnerinnen ihrer Träume – aber werden sie die Frauen finden, die stark genug sind, um sich ihnen hinzugeben?

»Ich konnte dieses Buch einfach nicht zur Seite legen! Eden Bradley versteht es, mich so in ihre Geschichten hineinzuziehen, dass ich sie selbst zu fühlen glaube – wirklich großartig!« RomanceJunkies.com

Über die Autorin:

Die amerikanische Autorin Eden Bradley lebt in San Francisco. Ihr Lebensmotto lautet: »Alles, was ich sage, schreibe und mit der Welt teile, beruht auf Sinnlichkeit.« Kein Wunder, dass ihre erotischen Romane bereits die Bestsellerlisten der New York Times und USA Today stürmten und in zehn Sprachen übersetzt wurden! Darüber hinaus veranstaltet Eden Bradley Seminare und Workshops, in denen Frauen ihre geheimsten Wünsche erkunden können und lernen, ihre Sexualität frei zu leben.

Bei dotbooks erschienen bereits Eden Bradleys erotische eBooks »Kiss me harder«, »Take me harder« und »Love me harder«. Alle Bände können unabhängig gelesen werden.

Die Autorin im Internet: www.edenbradley.com

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eBook-Neuausgabe Oktober 2019

Die amerikanische Originalausgabe dieses Romans erschien 2007 unter dem Titel »The Darker Side of Pleasure« bei Bantam Books, New York. Die deutsche Erstausgabe wurde 2009 unter dem Titel »Salon der Lust« bei Blanvalet veröffentlicht, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, München.

Copyright © der amerikanischen Originalausgabe 2007 by Eden Bradley

This translation published by arrangement with Bantam Books, an imprint of Random House, a division of Penguin Random House LLC.

Copyright © der deutschen Erstausgabe 2009 by Verlagsgruppe Random House GmbH

Copyright © der Neuausgabe 2019 dotbooks GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Titelbildgestaltung: Wildes Blut, Atelier für Gestaltung, Stephanie Weischer unter Verwendung eines Bildmotivs von Shutterstock / Kiselev Andrey Valerevich.

eBook-Herstellung: Open Publishing GmbH (ts)

ISBN 978-3-96148-756-1

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Eden Bradley

Touch me harder

Erotischer Roman

Aus dem Englischen von Claudia Müller

dotbooks.

Kapitel 1

Bondage. Das Wort hallte durch Jillians Kopf, durch ihren Körper und ließ sie erbeben.

Ihr Magen zog sich zusammen, als sie mit ihrem BMW nach einem langen Arbeitstag in die Einfahrt einbog. Sie blickte zu dem eleganten, weitläufigen Haus aus Redwood und Glas, das ihr Mann vor sechs Jahren für sie entworfen hatte, als sie gleich nach ihrer Hochzeit nach Seattle gezogen waren.

Sie holte tief Luft und löste ihre Hände vom Lenkrad. Heute Abend war es so weit. Heute Abend wollten sie und Cameron anfangen, ihre Ehe wieder zu kitten.

Entschlossen zog sie die Handbremse an und griff ihre Handtasche und die hübsche kleine rosa Einkaufstüte mit der neuen Wäsche, die sie sich für diese Gelegenheit gekauft hatte. Cameron hatte Recht: Sie hatte sich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr für ihn schön gemacht. Himmel, sie schlief schon seit Monaten im Gästezimmer, weil sie es einfach nicht ertragen konnte, ihn bei der großen Distanz zwischen ihnen so dicht bei sich zu spüren. Es tat ihr zu weh.

Ihre Haut prickelte, als sie die Haustür öffnete. »Cam? Bist du zu Hause?«

Keine Antwort. Erleichtert seufzte sie auf. Sie brauchte ein wenig Zeit, um sich vorzubereiten. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional, obwohl sie schon vor einer Woche alles besprochen hatten. Vielleicht hatte sie ja zu viel Zeit gehabt, um darüber nachzudenken. Sie neigte dazu, alles zu sehr zu analysieren. Sie ließ ihre Tasche auf die Holzdielen fallen und eilte durch die Diele.

Als sie sich im halbdunklen Schlafzimmer auszog, kam sie sich vor wie bei einem Ritual. Im Haus war es still. Gedämpftes Licht drang durch die Jalousien aus japanischem Papier vor den deckenhohen Fenstern herein. Ein schwacher Duft nach Cameron hing in der Luft, und sie spürte die Intimität des Zimmers, in dem sie bis vor ein paar Monaten zusammen geschlafen hatten. Aber Liebe hatten sie schon lange nicht mehr miteinander gemacht. Und bei den seltenen Gelegenheiten, wenn es doch einmal geschah, hatte sie das Gefühl gehabt, neben sich zu stehen, als ob sie sich von außen beobachtete. Heute Abend jedoch sollte alles anders werden. Bei dem Gedanken daran krampfte sich ihr erneut der Magen zusammen.

Sie trat in das Badezimmer mit den Schieferfliesen und stellte das heiße Wasser in der Dusche an. Mühsam zwang sie sich, an etwas Positives zu denken, während das Wasser auf sie herunterprasselte. Sie brauchte nicht nervös zu sein. Er war doch ihr Ehemann.

Cameron. Er war noch so jung gewesen, als sie sich kennen gelernt hatten, erst einundzwanzig. Sie war damals schon eine alte Dame von fünfundzwanzig gewesen. Aber er war so reif für sein Alter, ernst und verantwortungsbewusst. Und er wirkte immer ein wenig düster. Vielleicht lag es ja an der Tätowierung, die seinen rechten Bizeps umgab, ein verschlungenes Band mit einem Stammesmuster. Maori, hatte er gesagt. Sie hatte es wundervoll gefunden, wie auch seinen großen, schlanken, muskulösen Körper. Gott, er hatte den tollsten Waschbrettbauch, den sie je an einem menschlichen Wesen gesehen hatte. Und sie liebte es, wenn ihm seine rabenschwarzen glatten Haare in die Augen fielen; sie liebte sogar seine Brille mit dem dunklen Rahmen, die er zum Lesen trug.

So hatte Jillian ihn zum ersten Mal gesehen, in ihrem Seminar über englische Literatur am College. Er saß über ein Buch gebeugt da und blickte auf, als sie ihm ein Arbeitspapier reichte. Seine rauchgrauen Augen mit den langen, dichten Wimpern, um die ihn jede Frau beneiden würde, musterten sie. Sein Gesicht war kantig und markant, aber sein Mund großzügig und sinnlich, ein starker Kontrast.

Er trug immer noch dieselbe Brille, und immer noch durchfuhr sie ein leiser Schauer der Erregung, wenn er sie aufsetzte. Wenn er doch zum Lesen einmal früh genug zu Bett gekommen wäre, als sie noch wach und sie noch in ihrem gemeinsamen Bett geschlafen hatten.

Aber nein, sie wollte jetzt nicht mehr darüber nachdenken. Heute Abend ging es um einen Neuanfang, nicht um alte Wunden.

Sie trat aus der Dusche auf die kühlen Fliesen und verteilte duftende Lotion auf ihrem Körper. Vanille war Camerons Lieblingsduft, und er hatte immer gesagt, dass er sie am liebsten am ganzen Körper abschlecken würde, wenn sie danach roch. Ihr Geschlecht zuckte unwillkürlich, als sie daran dachte.

Sie warf sich ihren blassgrünen seidenen Morgenmantel über und nahm die Unterwäsche aus der Tüte. Ein schwarzer Spitzenbüstenhalter mit Halbschalen, die kaum ihre Brüste bedeckten. Der dazu passende Tanga war ein Hauch aus Spitze. Sie fühlte sich sexy, wie sie selbst fand, als sie ihr Spiegelbild in dem großen Spiegel ihres begehbaren Kleiderschranks musterte. Nur ihre Brüste und Oberschenkel waren nicht mehr so fest wie vor acht Jahren, als sie Cam kennen gelernt hatte.

Denk jetzt nicht mehr daran.

Sie türmte ihre langen, honigblonden Haare mit beiden Händen auf dem Kopf auf, überlegte einen Moment lang, ließ sie aber dann wieder herunter. Cam gefiel es so besser.

Als sie sich die schwarzen Spitzenstrümpfe über die Beine zog, verstärkte sich das Gefühl des Rituals noch. Ein Schauer durchrann sie, und sie bekam Gänsehaut. Beim Überziehen der unmöglich hohen schwarzen Pumps, auf die Cam bestanden hatte, wurde das Gefühl noch stärker. Plötzlich verstand sie, dass sie es nicht nur für ihn tat. Es erfüllte auch ein Bedürfnis in ihr. Sie wollte ihm gefallen, um sich vollständig zu fühlen.

Das Konzept war neu für sie. Sie war so mit sich beschäftigt gewesen, dass sie vergessen hatte, auf ihren Mann zu achten.

Als Cam das erste Mal vorgeschlagen hatte, über den Sex wieder zueinanderzufinden, hatte sie es rundheraus abgelehnt. Sie hatte sein Ansinnen selbstsüchtig und lächerlich gefunden. Aber dann hatte er sie daran erinnert, dass Sex Intimität war und Bondage die reinste Form gegenseitigen Vertrauens. Sie brauchte eine Weile, um das zu verdauen, aber schließlich war ihr klar geworden, dass er nicht Unrecht hatte. Irgendetwas mussten sie versuchen, damit die Kluft zwischen ihnen nicht noch größer wurde. Heute Abend wollten sie den ersten Test starten.

Sie zog die Strümpfe hoch, und ihre Hand glitt über die honigfarbenen Löckchen ihres Dreiecks. Ihr Venushügel begann zu pochen, und sie drückte die Hand darauf. Seltsam! Warum war sie nur so überempfindlich, wo sie doch fast ein Jahr lang gar nichts mehr empfunden hatte?

Das laute Dröhnen einer Harley, das von der Einfahrt heraufschallte, ließ sie zusammenzucken. Cam!

Rasch warf sie noch einen letzten Blick in den Spiegel und trug mit zitternder Hand ein wenig Lipgloss auf. Jetzt war sie bereit für ihn.

Sie zitterte vor Angst und Erwartung, als seine Schritte immer näher kamen. Die Tür ging auf, und da stand er. Ihr Mann. Er sah so gut aus, dass sie unwillkürlich lächeln musste.

Er erwiderte ihr Lächeln. »Fast wie die alte Jillian. Ich liebe es, wenn du so lächelst. Als ob du es auch so meinen würdest.«

»Das ist auch so.« Verlegen senkte sie den Kopf.

Er trat zu ihr und umfasste ihre Taille. »Gott, du bist so schön!«

Seine Worte taten ihr gut, aber es fiel ihr trotzdem schwer, ihn anzublicken. Er hob ihr Kinn mit den Fingern an und küsste sie. Er schmeckte nach Pfefferminz und darunter nach der schwachen Süße von Scotch. Er war also auch nervös gewesen. Plötzlich war ihr nach Weinen zumute. Das war genau der Grund, warum sie ihn gemieden hatte und nicht in einem Bett mit ihm hatte liegen wollen.

Er löste sich von ihr und sagte: »Bist du bereit?«

Wieder krampfte sich ihr Magen zusammen, aber sie nickte. »Ja. Aber was machst ... ich meine, wie soll denn alles vor sich gehen?«

»Wir haben doch darüber geredet. Wenn es funktionieren soll, musst du mir vor allem vertrauen. Du musst dich mir hingeben. Genau darum geht es heute Abend. Wir müssen wieder lernen, einander zu vertrauen. Weißt du noch deine Sicherheitsworte?«

»Ja. Gelb für mach langsamer und rot für hör auf.«

»Gut.«

Er verschlang sie mit seinen Blicken. Sie wusste, dass sie so gekleidet besser aussah als sonst, und es erstaunte sie nicht, dass seine Augen glitzerten und seine Pupillen sich vor Lust weiteten. Er leckte sich über die Lippen und wies mit dem Kinn zum Bett.

»Setz dich.«

Einen Moment lang blickte sie ihn nur an. Sie war nicht daran gewöhnt, dass er in diesem Befehlston mit ihr sprach. Er klang nicht böse, aber es war klar, dass er keinen Widerspruch duldete. Ein Schauer der Lust überlief sie.

»Sofort.«

Erneut ein Befehl. Seine Stimme war leise. Hitze stieg in ihr auf. Gehorsam setzte sie sich.

Cam trat langsam auf sie zu, dann sagte er: »Runter mit dem BH.«

Sofort hakte sie ihn auf, und ihre vollen Brüste sprangen aus den Spitzenschalen. Die zarte Haut sehnte sich danach, berührt zu werden, etwas, was sie lange nicht mehr empfunden hatte. Die Tatsache, dass er nur durch seinen gebieterischen Ton eine solche Reaktion in ihr hervorrufen konnte, schockierte sie, aber sie bemühte sich, nicht darüber nachzudenken.

Cam fuhr mit den Fingerspitzen über die Unterseite ihrer Brüste, um die Aureolen herum. Ihre Nippel richteten sich auf, aber er berührte sie nicht.

Sie warf ihm einen Blick zu. Er lächelte leise, verwegen, sexy.

Er trat einen Schritt zurück und knöpfte sein Hemd auf. Seine Brust war mit genau der richtigen Menge seidiger schwarzer Haare bedeckt, die in einer Linie bis zu seinem Bauch liefen. Er war gebaut wie ein Profi-Basketballspieler: um die einsfünfundachtzig, mit breiten Schultern und langen, gut definierten Muskeln. Seine schwarze Hose schmiegte sich um seine schmalen Hüften, und sie sah, dass er bereits hart war. Seine Erektion zeichnete sich unter der feinen Wolle deutlich ab.

Sie rutschte auf dem Bett hin und her. Ihr Höschen war schon ganz feucht.

»Ich werde dich heute Abend bitten, für mich Dinge zu tun, die du noch nie in deinem Leben getan hast. Bist du bereit dazu, Jillian?«

Sie schluckte. War sie es? Eigentlich wollte sie sich gegen das Ganze sträuben. Normalerweise war sie die Starke, diejenige, die alle Situationen im Griff hatte. Aber ihr Körper rebellierte bereits. Sollte es tatsächlich so einfach sein? Cam hatte ihr erklärt, dass es bei Bondage nur um Vertrauen ging. Wenn es funktionieren sollte, dann musste sie sich ihm völlig hingeben. Für ihn war das der einzige Weg, wieder zueinanderzufinden. Irgendwie machte es schon Sinn, aber sie hatte trotzdem noch ihre Zweifel.

Cam wiederholte: »Bist du bereit?«

Seine Stimme kam ihr heute Abend so anders vor. Selbstbewusst. Gebieterisch. Und doch war es Cam. Ja, sie konnte es. Sie würde es für ihn tun. Für sie beide. Und der Reaktion ihres Körpers nach zu urteilen vor allem für sich selbst.

»Ja, ich bin bereit.«

Er drehte sich um und trat an die kleine Kommode, wo er eine CD aus der obersten Schublade nahm und in den CD-Player schob. Die tranceähnlichen Gesänge von Enigma erfüllten den Raum. Sie beobachtete Cam, der zwei große Kerzen anzündete. Der Duft von Ambra erfüllte den Raum, und der warme Kerzenschein war weich und erotisch.

Er bückte sich und holte aus der untersten Schublade einen zusammengerollten schwarzen Strick. Sie hatte nicht gewusst, dass er dort lag, und sie konnte nur noch denken, dass er sie damit jetzt fesseln würde. Sie war nervös, aber zugleich wuchs ihre Erregung.

Cam trat zu ihr und legte ihr die Hände auf die Schultern. Sanft streichelte er ihren Nacken, ihre Arme bis hinunter zu den Handgelenken. Vorsichtig umfasste er sie mit seinen großen Händen und zog ihre Arme hoch über ihren Kopf. Sie erschauerte. Plötzlich fühlte sie sich so verletzlich.

»Cam?«

»Es ist okay.«

Seine leise Stimme beruhigte sie, aber er ließ ihre Handgelenke nicht los. Mit seiner freien Hand begann er ihr wieder die Brüste zu streicheln, und ihr Körper reagierte sofort. Ihre Brüste wurden prall, ihre Nippel richteten sich erneut auf, und als er schließlich einen harten Nippel streifte, bog sie sich ihm entgegen.

»Geduld, Jillian.« Er klang amüsiert.

Sie seufzte leise. Er belohnte sie, indem er fest in ihren Nippel kniff. Ihr Geschlecht begann zu pochen, und sie presste die Beine zusammen.

»Leg dich aufs Bett«, sagte Cam.

»Warum? Was willst du ...?«

»Schscht. Keine Fragen. Heute Abend gehörst du mir. Gib dich mir hin, Jillian.«

Ja. Das wollte sie. Und nicht nur, weil sie es so geplant hatten. Jetzt, wo sie begonnen hatten, merkte sie, wie sehr sie es wollte, auch wenn es ihr ein wenig Angst einjagte. Oder vielleicht erregte die Angst sie auch?

Sie legte sich hin.

Ein Schauer der Erregung überlief sie, als Cam mit den Stricken vor sie trat. Plötzlich wusste sie, dass sie noch nie etwas so sehr gewollt hatte wie dies hier. Sie wollte sich ihm hingeben. Sich gehen lassen. Genau das brauchte sie. Und doch kämpfte sie zugleich mit sich. Wollte sie es tatsächlich? War es nicht Zeichen ihrer eigenen Schwäche?

Cam beugte sich über sie und küsste sie sanft auf die Lippen, aber dann gruben sich seine Zähne in ihre Unterlippe. Es tat ein bisschen weh.

»Du gehörst mir, Jillian. Sag es.«

Lust stieg in ihr auf. Und sie wusste, nach dieser Nacht würde sie nicht mehr dieselbe sein.

»Ja, Cam. Ich gehöre dir.«

Er lächelte sie an. »Gut. Bleib jetzt ganz still liegen. Ich will ein bisschen mit dir spielen, bevor ich dich fessle.«

Fesseln. Ach, du liebe Güte. Er würde sie wirklich fesseln. Sie bekam eine Gänsehaut.

Und dann waren Cams Hände auf ihr, streichelten ihren Bauch und ihre Schenkel. Sie schienen überall zugleich zu sein, und er widmete sich ihr mit intensiver Konzentration. Als seine Hände ihre Brüste umfassten, waren ihre Nippel hart und heiß.

Er beobachtete sie, als er sie zwischen den Fingerspitzen drehte und rollte. Feuer schoss von ihren Nippeln direkt in ihr Geschlecht, und sie hätte sich am liebsten gewunden. Aber als er schließlich fest in ihre Brustwarzen kniff, bäumte sie sie sich auf.

»Nein, Jillian.« Er drückte sie wieder zurück. »Bleib still liegen.«

Sie versuchte es. Zitternd holte sie tief Luft, und dann begann er von Neuem. Ihre Nippel waren so hart und groß, dass sie dachte, sie würden platzen. Und zwischen ihren Beinen pochte es. Sie wollte seine Hände dort spüren. Aber sie wusste, dass sie warten musste. Sie musste ihm vertrauen.

Cam drehte und zwirbelte ihre Brustwarzen immer weiter, und sie hatte das Gefühl, sie könnte alleine davon schon kommen. Immer weiter machte er, und ihre Beine öffneten sich von ganz alleine. Gott, er sollte sie dort berühren. Sie brauchte seine Hände, seinen Mund. Aber zugleich wollte sie auch nicht, dass er aufhörte, ihre Brüste zu streicheln.

Schließlich beugte er sich über sie und fuhr mit seiner heißen, nassen Zunge über einen Nippel. Sie stöhnte. Mit beiden Händen drückte er ihre Brüste zusammen und ließ seine Zunge hin und her gleiten. Die heiße, nasse Berührung machte sie halb wahnsinnig vor Lust. Fast hätte sie ihn gebeten, ihre Nippel in den Mund zu nehmen. Und dann, als ob er ihre Gedanken lesen könnte, tat er es.

Er zog einen Nippel zwischen seine Lippen und saugte. Beinahe war ihr die Berührung zu sanft. Sie konnte es kaum ertragen und umklammerte den Rand des Bettes, um still liegen zu bleiben. Ihr Geschlecht war mittlerweile klatschnass, und ihr ganzer Körper bebte.

Plötzlich jedoch zog er sich zurück.

»Cam?« Ihre Stimme klang laut und atemlos.

Er richtete sich auf, wendete sich halb ab und fuhr sich mit der Hand durch die dunklen Haare.

»Cam, was ist los?«

Er atmete tief durch. Sie wartete, dass er sich umdrehte und mit ihr redete. Die feuchten, geschwollenen Falten ihrer Möse drückten sich gegen ihre Oberschenkel.

»Vielleicht sollten wir noch einmal über alles reden.«

»Was?« Sie lachte überrascht auf. »Jetzt? Wo ich gerade beginne ...« Sie brachte es nicht über sich, den Satz zu beenden, laut auszusprechen, dass ihr Körper auf eine Weise reagierte wie seit Monaten schon nicht mehr. Sie konnte ihm doch nicht sagen, wie sehr sie nach seinen Berührungen verlangte. Warum nur nicht?

Sie sah ihm seine Verwirrung an. Sein Atem kam in kurzen, scharfen Stößen.

»Das hier ... es ist schon viel intensiver, als ich erwartet habe.«

»Ja.« Mehr brachte sie nicht heraus.

Er setzte sich auf die Bettkante und legte ihr seine warme Hand auf die Schulter. »Ich muss wissen, ob du das auch willst. Nicht nur mit deinem Körper, sondern auch im Kopf. Was denkst du dabei? Wie empfindest du es?«

Wie konnte sie ihm das erklären? »Wie ... es ist so, als ob ich endlich loslassen kann. Aber zugleich macht es mir. auch Angst. Und körperlich ist es ... fast ein Schock. Weißt du, was ich meine?«

Er nickte. »Es ist so, als würdest du unter meinen Händen lebendig.« Er strich ihr mit einem Finger zärtlich über die Wange. »Aber wenn du zitterst, weiß ich nicht, ob das aus Verlangen oder aus Angst geschieht.«

»Vielleicht ein bisschen aus beidem.«

Er blickte sie an. Sorge stand in seinen Augen, aber auch brennende Lust. »Jillian, mein Schatz. Ich will dir nie Angst einjagen.«

Sie schüttelte den Kopf. »Nicht du jagst mir Angst ein. Ich bin es selbst.«

»Ich bin hier, bei dir. Okay?«

»Ja.«

»Das hier ist nur für uns beide. Und wenn es nicht funktioniert, versuchen wir etwas anderes. Aber ich will das. Und je mehr ich dich berühre, desto mehr will ich es.«

»Ja, ich auch. Vielleicht macht mir das sogar am meisten Angst.«

Cam gab ihr einen leichten Kuss, und wieder schmeckte sie Pfefferminz und Alkohol. Seine Hand legte sich fest und besitzergreifend um ihren Hinterkopf, als seine heiße Zunge zwischen ihre Lippen drang. Sie küssten sich leidenschaftlich, und erneut stieg Hitze in ihr auf.

Er drückte sie aufs Bett, und als sie merkte, wie fest er sie hielt, stieg kurz Panik in ihr auf, aber sie war zu erregt, um es zuzulassen.

Denk nicht nach, Jillian.

Wieder packte er ihre Handgelenke und zog ihr die Arme über den Kopf. Sie fühlte sich verletzlich, entblößt. In seinen grauen Augen stand konzentrierte Lust. Er war so intensiv, und sie hätte ihn am liebsten pausenlos auf den sinnlichen Mund geküsst.

»Bleib so.« Seine Stimme war leise, ein wenig rau.

Es fiel ihr schwer, still liegen zu bleiben, während er durch das Zimmer ging. Sie versuchte, sich auf die Musik im Hintergrund zu konzentrieren, während er sich neben das Bett kniete und Stricke am Rahmen befestigte. Sie spürte ihn mehr, als dass sie ihn sah, aber die Vorstellung alleine jagte ihr Schauer der Lust über den Rücken.

Dann stand er auf. Mit einer Hand schob er ihre Beine auseinander, und sie erstarrte. Aber er streichelte nur die zarte Haut auf den Innenseiten der Schenkel, und bereitwillig öffnete sie sich ihm noch mehr. Er ergriff ihre Hand und rückte einen Kuss auf die Handfläche, und sofort richteten sich ihre Nippel wieder stärker auf.

Cam ließ seine Lippen über ihre Hand gleiten, küsste ihre Finger und ihr Handgelenk. Es dauerte einen Moment, bis sie merkte, dass er ihr gleichzeitig einen Strick um die Handgelenke wand. Erschreckt blickte sie ihn an. Ein kleines, beruhigendes Lächeln spielte um seine Mundwinkel.

»Vergiss das Atmen nicht, Jillian.«

Gehorsam holte sie tief Luft, um ihren rasenden Pulsschlag zu beruhigen. Mit einem letzten Kuss zog er das Seil um ihre Handgelenke fest, dann rutschte er zum Fußende, um sich ihren Füßen zu widmen. Er nahm einen Fuß in die Hände, massierte und küsste ihn.

Sie konnte sich nicht erinnern, dass er ihren Füßen jemals so viel Aufmerksamkeit gewidmet hatte. Aber sein Kuss löste eine Hitzewelle aus, die direkt zwischen ihre Beine zielte. Sie war mittlerweile völlig nass.

Cam blickte auf, als ob er ihre Reaktion spüren würde. Lächelnd küsste er ihren Fuß erneut. Ihr Geschlecht pochte heftiger, und sie stöhnte leise.

»Erstaunlich, was wir nach dieser langen Zeit noch voneinander lernen können«, flüsterte er.

Sie konnte nicht antworten. Er schlang den Strick bereits um ihre Füße und zog die Schlinge fest zu. Als er begann, ihre gefesselten Füße mit Küssen zu bedecken, dachte sie, sie müsste wahnsinnig werden vor Verlangen. Keuchend bog sie sich ihm entgegen, aber er drückte sie wieder auf die Matratze.

»Halt still, Jillian.«

Ihr wurde heiß, vor Lust bei seinem Befehlston. Er fesselte auch den anderen Fuß, so dass sie sich gar nicht mehr bewegen konnte.

Ihr ganzer Körper stand in Flammen, ihr Geschlecht schmerzte und war nass. Ihr stockte der Atem. Jetzt war sie völlig in seiner Gewalt. Er konnte mit ihr machen, was er wollte, und so erregend es war, es machte ihr auch Angst. Sie wollte ja loslassen, sie wollte ihm vertrauen, aber wie konnte sie das, wenn sie sich nicht einmal selbst traute?

»Jillian.« Seine Stimme war leise, aber fest. »Ich möchte, dass du jetzt sehr gut zuhörst. Ich fessele dich jetzt auch noch am anderen Handgelenk, und dann kannst du dich nicht mehr bewegen. Ich habe dich in der Hand, und du musst dich mir völlig hingeben. Ich liebe dich, Jillian, das weißt du. Wenn du es nicht willst, kannst du jetzt noch zurück. Das ist deine letzte Chance. Sag mir ja oder nein.«

Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Wollte sie es wirklich? Konnte sie es?

Ihre Gedanken überschlugen sich. Sie holte tief Luft und versuchte, sich zu beruhigen.

Cam legte ihr eine Hand auf die Brust, und sie schloss die Augen. Seine Wärme beruhigte das wilde Klopfen ihres Herzens. Ihre Brüste prickelten, ihre Nippel richteten sich auf, und sie konzentrierte sich auf die Erregung, die sich immer stärker in ihr aufbaute. Trotz ihrer Verwirrung sprach ihr Körper eine deutliche Sprache. Und endlich konnte sie es zulassen, dass sie es aussprach.

»Ja!«

Kapitel 2

Cam lächelte. Er sah die Lust in Jillians schönem Gesicht, als sie das Wort aussprach, das er hören wollte. Es war wundervoll, wie sie auf seine Berührungen reagierte. Noch nicht einmal in der Anfangszeit war es so gewesen. Aber er sah auch Angst und Verwirrung in ihren großen braunen Augen.

Und doch wusste er, dass er das Richtige tat. Es war die richtige Art, um wieder Intimität zwischen ihnen herzustellen. Bondage hatte ihn schon immer fasziniert. Bondage und sonstige BDSM-Spielchen. Schon als Teenager hatte er davon geträumt, einer Frau einmal den Hintern zu versohlen. Das feste Fleisch unter der Hand zu spüren, das Geräusch zu hören, wenn die Handfläche fest auf dem nackten Hintern klatschte. Und das mit seiner Frau machen zu können erregte ihn. Er hatte praktisch schon die ganze Woche über eine Erektion gehabt, wenn er nur an heute Abend gedacht hatte.

Er hätte nie geglaubt, dass Jillian sich darauf einlassen würde. Sie waren an einem Punkt angelangt, wo er so gut wie alles versucht hätte, um die Mauern, die sie um sich herum errichtet hatte, wieder einzureißen, und es hatte ihn überrascht, dass sie einverstanden war. Er war auch froh darüber, denn dies gab ihm die Chance, ihre Ehe neu zu beleben. Sie hatten es mit Paartherapie versucht, aber das war eine Katastrophe gewesen. Die Therapeutin hatte ihn die ganze Zeit über für Jillians Leid verantwortlich gemacht und ihn wie einen unsensiblen Bastard behandelt. Schließlich war er einfach gegangen. Jillian hatte es noch einmal mit jemand anderem versuchen wollen, aber dazu hatte er keine Lust mehr gehabt, also war sie alleine dorthin gegangen. Es hatte auch ein wenig geholfen, aber ein bestimmtes Level nicht überschreiten können. Es war nicht ihre Schuld; er wusste, dass sie es versucht hatte. Also musste er jetzt versuchen, alles wieder in Ordnung zu bringen. Es musste einfach funktionieren.

Und als er jetzt sah, wie sie den Atem anhielt und wie ihre Nippel anschwollen, war er sich ziemlich sicher, dass er auf dem richtigen Weg war. Allein schon davon, dass er sie berührt und gefesselt hatte, war er hart. Er brauchte nur daran zu denken, was er mit ihr tun wollte.

Sie atmete keuchend, und ihre vollen, runden Brüste hoben und senkten sich. Ihre Nippel waren fest und rosig. Sie war so schön, wie sie da mit gespreizten Beinen auf dem Bett lag.

Er spürte jedoch, wie nervös sie war, und auch sein eigenes Herz klopfte heftig. Er holte tief Luft und zwang sich, ruhig und beherrscht zu bleiben. Das war er sich und Jillian schuldig.

Mit den Fingerspitzen streichelte er über die glatte Haut um ihre Brüste und an den Seiten herunter. Sie erschauerte, und er spürte ihr Verlangen. Plötzlich konnte er nicht mehr widerstehen. Mit der Hand tauchte er in die seidigen Falten zwischen ihren Beinen ein und streichelte ihre nasse Spalte. Gott, sie war so nass. Sein Schwanz zuckte. Hastig zog er seine Hand wieder weg.

Langsam.

Sie hatte die Augen fest geschlossen, und er musste unwillkürlich lächeln, als ihm klar wurde, wie viel Macht er über die Frau besaß, die er liebte. Sie gehörte jetzt ihm, so wie sie noch nie zuvor ihm gehört hatte. Am liebsten hätte er sie hier auf der Stelle genommen. Sein Schwanz pochte und sehnte sich nach Erlösung. Aber noch war es nicht so weit.

Er holte tief Luft und konzentrierte sich erneut auf Jillian.

Er ließ seine Hände über ihren Körper gleiten, von den Schultern bis zu den Füßen. Ihre Haut war warm und weich wie Seide. Eigentlich hatte er nie eine besondere Vorliebe für Füße gehabt, aber sie hatte vorhin so heftig reagiert, als er ihren Fuß in der Hand gehalten hatte. Beim Streicheln ihrer Zehen hatte sie gezittert und sie ihm entgegengebogen.

Jillian war im letzten Jahr immer nur mit Mühe gekommen. Sie schien sich in ihrem Körper nicht mehr wohl zu fühlen, und sie konnte vor allem nicht abschalten. Das musste heute Abend anders werden. Heute Abend würde sie kommen. Immer und immer wieder. Sie würde darum betteln. Schreien. Und wenn er sie dann schließlich nahm, wenn er seinen Schwanz tief in sie hineinstieß, dann würde sie ihm ganz gehören.

Sein harter Schwanz zuckte erneut, aber er konzentrierte sich auf seine Frau, die offen und verletzlich auf dem Bett vor ihm lag. Er würde sie ficken, sie hart ficken, aber das musste noch warten. Im Moment ging es nur um Jillian.

Jillian öffnete die Augen und blickte Cam an. Warum stand er nur da, wo sie ihn doch so dringend brauchte? Gott, als er seine Finger in sie hineingeschoben hatte, hätte sie fast geschrien. Und jetzt pochte ihre Möse und war so nass, dass sie die seidene Bettwäsche durchnässte.

Bitte, berühr mich wieder.

Aber sie konnte die Worte nicht laut aussprechen. Sie beobachtete Cam, der sie mit Blicken verschlang, und ihre Nippel wurden noch härter unter seinen intensiven grauen Augen.

Schließlich beugte er sich vor und pflanzte eine Serie schneller, heißer Küsse von ihrem Bauch zu ihren Brüsten. Sein Mund war überall, und sie konnte auf einmal keinen klaren Gedanken mehr fassen. Seufzend bog sie sich ihm entgegen, als sich seine Lippen heiß um einen Nippel schlossen und er daran zu saugen begann.

Es tat beinahe weh, so fest zog er den Nippel zwischen die Zähne. Jillian war es egal. Es fühlte sich so gut an. Mit der Hand streichelte er über ihre andere Brust. Ihr Geschlecht pochte vor Hitze, und es war fast so, als wäre sein Mund zwischen ihren Beinen.

Es fühlte sich so gut an, und sie hätte ihm am liebsten die Arme um den Hals geschlungen, um ihn näher an sich heranzuziehen, aber ihre Fesseln hielten sie und verstärkten noch die Lust, die in ihr loderte.

Als Cam sich von ihr löste, stöhnte sie auf.

»Nicht so ungeduldig, Liebling. Wir haben noch die ganze Nacht. Und ich beabsichtige, sie zu nutzen.«

»Was ... was willst du denn tun?«

»Willst du es wirklich wissen?« Er verzog seinen sexy Mund zu einem verschmitzten Lächeln, und sie erbebte vor Erregung.

»Sag es mir.«

»Ich werde dich überall berühren. Mit den Händen. Mit dem Mund. Ich werde dich sanft streicheln, dich an den richtigen Stellen zwicken. Ich werde jeden Zentimeter deiner wundervollen Haut ablecken. Ich werde mit dir spielen wie noch niemals zuvor, mit meinen Händen und meinem Mund – und vielleicht auch noch mit etwas anderem.«

Er schwieg, und Jillians Geschlecht zuckte und prickelte. Sie hätte gerne die Beine zusammengepresst, um den süßen Schmerz zu lindern, aber es ging ja nicht. Wenn Cam sie doch nur dort mit dem Mund berühren würde! Seine feuchte, heiße Zunge, die er in sie hineinstieß. Oh, Gott.

Leise fuhr er fort: »Du wirst kommen, Jillian. Ich werde dafür sorgen, dass du kommst, voller Lust und vielleicht mit ein wenig Schmerz. Wie findest du das?«

Sie konnte nicht mehr klar denken. Sie konnte nur noch fühlen. Aber Cam erwartete eine Antwort von ihr.

»Ich warte, Jillian.«

»Ich ...« Ihre Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern. »Das will ich. Ja. Bitte, Cam.«

»Braves Mädchen.«

Wieder begann er ihre Brüste zu streicheln, ohne jedoch ihre Nippel zu berühren. Sie erschauerte.

»Und wenn du für mich gekommen bist, werde ich dich ficken, Jillian. Ich werde meinen Schwanz in dir vergraben und dich ficken. Sag mir, dass du das willst.«

»Ich ...«

Er nahm einen Nippel zwischen die Finger und kniff fest zu. Sie bäumte sich auf, aber irgendwie wurde aus dem Schmerz, der sie durchfuhr, plötzlich tiefe Lust.

»Ich will ... Ich will, dass du mich fickst, Cam.« Sie konnte an nichts anderes mehr denken als an seinen riesigen, schönen Schwanz.

»So ist es brav.«

Und dann war er über ihr, mit Händen und Mund erforschte er ihren Körper. Er leckte, küsste und saugte, und überall, wo er sie berührte, prickelte ihre Haut, und kleine, lustvolle Stromstöße gingen durch ihren Körper.

»Fühlt es sich gut an, Baby?«

»Ja ...«

»Und das?« Seine Finger drückten ihre Nippel, und dann senkte er seinen Mund darüber. Seine Hände glitten an ihrem Körper entlang, verweilten kurz an ihren Hüften und tauchten dann in ihre dunkle Hitze.

Sie stöhnte laut, und ihr Geschlecht zog sich um seine Finger zusammen. Und als er den Daumen auf ihre Klitoris drückte, glaubte sie, vor Lust schreien zu müssen.

»O Gott, o Gott«, murmelte sie. Sie stand bereits kurz vor dem Orgasmus.

Cam zog seine Hand zurück.

Sie wand sich, zerrte an den Fesseln, die sie so fest und so weit offen hielten. Cam ging durchs Zimmer, aber ihr war egal, was er tat. Sie wusste nur, dass er sie nicht mehr berührte.

Als er wieder ans Bett trat, hielt er eine Schere in der Hand. Keuchend versuchte sie sich aufzurichten, aber es ging natürlich nicht.

Er lächelte sie an. »Ich möchte nur dieses hübsche Höschen loswerden, das du für mich angezogen hast.«

Mit einem raschen Schnitt durchtrennte er es.

Seine Hände glitten über ihre Oberschenkel, bis sie sich entspannte. Und dann streichelte er über ihre Klitoris. Jillian brannte vor Lust. Plötzlich begann er, rhythmisch auf ihren Venushügel zu schlagen, und überrascht stellte sie fest, dass ihre Klitoris sich unter den Schlägen wie eine harte Knospe aufrichtete. Selbst der leichte Schmerz, den sie verspürte, trug noch zu ihrer Erregung bei, und sie genoss dieses neue Gefühl.

Ihr Geschlecht pochte unter Cams Berührungen, und erneut war sie kurz davor zu kommen. Auf einmal griff er nach ihrem Nippel und zwickte ihn fest. Im gleichen Moment kniff er auch in ihre Klitoris. Schmerz und Lust schossen durch sie hindurch.

»Komm für mich, Liebling.« Er kniff fester.

Ihr Körper brannte, ihre Möse krampfte sich zusammen, und dann überwältigte sie ein gewaltiger Orgasmus. Keuchend schrie sie seinen Namen.

»Cam!«

Als die letzten Wellen verebbten, schluchzte sie leise auf. Ihre Fesseln wurden gelöst, und ihr Mann nahm sie in seine starken Arme. Er küsste ihr Gesicht und flüsterte ihren Namen.

»Jillian, Süße, ich bin hier.«

»O Gott, Cam ...«

»Schscht. Es ist alles gut. Alles ist gut.«

Und zum ersten Mal seit langer Zeit musste sie ihm zustimmen.

Cam hielt Jillian fest im Arm, wie ein kleines Kind. Nicht, dass er sie als Kind sah, keineswegs. In diesem Moment war sie mehr Frau für ihn als jemals zuvor. Und ungeheuer kostbar.

Zärtlich hielt er sie in den Armen. Sie hatte schon so lange keinen Orgasmus mehr gehabt – und einen so heftigen schon gar nicht! Machte er wirklich alles ganz anders als früher? Vielleicht lag es ja daran, dass er vor allem ihr Lust bereiten wollte. Sein Schwanz war immer noch knallhart, aber es erfüllte ihn mit tiefer Befriedigung, dass er sie so weit gebracht hatte.

Er wollte es am liebsten immer wieder tun.

Er spürte, wie Jillian ruhiger zu werden begann. Sie entspannte sich und lag weich und gelöst in seinen Armen.

Lange Zeit lagen sie so, bevor Jillian sich schließlich regte und ihn anblickte. Er küsste sie auf den Mund und spürte die vertraute Süße, vermischt mit ein paar salzigen Tränen. Das Herz klopfte ihm bis zum Hals. Das hatte ihnen gefehlt, und ihm wurde klar, dass er jetzt die Gelegenheit hatte, alles besser zu machen. Er musste es einfach schaffen. Er würde nicht zulassen, dass sie sich auseinanderlebten. Und er würde darum kämpfen, ganz gleich, was es ihn kostete.

»Cam«, wisperte sie heiser.

»Ich bin hier, Baby.«

»Das war ...«

»Ja. Wie fühlst du dich?«

»Ich fühle mich ... gut. Leichter. Macht das Sinn?«

»Ja.« Er lächelte und schob ihr eine honigfarbene Haarsträhne aus der Stirn. Gott, wie er ihre Haare liebte. So weich und sexy, vor allem, wenn sie wie jetzt ganz zerzaust um ihr gerötetes Gesicht lagen.

Sie erwiderte sein Lächeln. »Ich will mehr«, sagte sie dann.

»Ich auch. Und ich will es jetzt gleich. Bist du bereit? Ich kann, glaube ich, nicht mehr warten. Ich muss sofort in dich hinein.«

»Ja, Cam!«

Eine weitere Aufforderung brauchte er nicht. Er ließ sie auf das Bett zurücksinken und schlüpfte rasch aus seiner Hose und den Boxershorts. Vorsichtig legte er sich auf sie. Er musste ihre seidige Haut spüren. Ihre vollen Brüste drückten sich gegen seinen Brustkorb, und er spürte, dass ihre Nippel schon wieder ganz hart waren.

Ihre Lippen waren warm und feucht, und als er seine Zunge hineintrieb, stellte er sich vor, es wäre ihre enge, nasse Muschi, die sich um seinen Schaft schloss. Seine Hand glitt in ihre nasse Spalte und streichelte sie. Sie stöhnte an seinem Mund, als er mit den weichen Falten spielte.

Ihre inneren Muskeln zogen sich um seinen Finger zusammen. Er schob noch einen zweiten Finger hinein und dann noch einen. Sie keuchte auf. Gott, sie fühlte sich so gut an. Am liebsten wäre er schon in ihr gewesen. Aber er wollte sich Zeit lassen.

Er zog seine Finger heraus und streichelte ihren Venushügel, bis er die harte kleine Knospe fand. Er zupfte daran, rollte sie zwischen Daumen und Zeigefinger. Ihre Hüften stießen ihm entgegen, sie rieb sich an seinem Schwanz, und er glaubte einen Moment lang, es nicht mehr aushalten zu können. Gleich würde er wie ein Schuljunge auf ihrem Bauch kommen.

Halt durch.

Er hob die Hüften, spreizte mit einer Hand ihre Schamlippen und drang mit seinen Schwanz in sie ein. Vorsichtig, schließlich wusste er, wie groß er war, und er wollte ihr nicht wehtun. Jillian schlang ihre Beine um ihn und zog ihn noch tiefer in sich hinein, in ihre dunkle, feuchte Höhle.

»Ja, Liebling. So ist es gut. Nimm mich ganz auf«, stöhnte er.

Jillian begegnete jedem seiner Stöße und trieb ihn noch weiter an. Er packte ihre festen Arschbacken und hob sie ein wenig an, damit er mit seinem Schwanz auch ihre Klitoris berührte.

Keuchend bog sie sich ihm entgegen. Sein Schwanz war dick, und Cam brannte vor Verlangen, aber er hielt sich noch zurück und wartete auf sie. Ihre enge Muschi machte ihn wild. Mit jedem Stoß breitete sich die Lust stärker in ihm aus. Lange konnte er sich nicht mehr zurückhalten.

»Ich muss dich hart ficken, Baby.«

»Ja, Cam!«

»Ich muss dich ficken, Baby ...«

Er stieß in ihre heiße, nasse Scheide. Ihre Beine lagen auf seinem Rücken, die Arme hatte sie um seinen Hals geschlungen. Sie biss und saugte an seiner Schulter. Immer fester stieß er zu. Gleich würde sein Schwanz explodieren.

Jillian stieß einen gutturalen Schrei aus, und ihre samtige Muschi zuckte um ihn, und auch er kam so heftig, dass sein ganzer Körper bebte. Er schrie auf und sank über ihr zusammen.

Danach überschüttete er ihr Gesicht mit Küssen. Er konnte gar nicht mehr aufhören. Gott, sie war so schön.

»Ich liebe dich, meine Süße.«

»Ich liebe dich auch.«

Wann hatte er sich zum letzten Mal so gut gefühlt? Wann war er ihr das letzte Mal so nahe gewesen? Alles würde wieder gut werden. Und er hatte das Richtige getan. Der Erfolg gab ihm recht.

Jillian kuschelte sich an den warmen Körper ihres Mannes. Sie fühlte sich wundervoll. Ihr ganzer Körper summte und glühte nach diesen zwei ungeheuren Orgasmen. Ihr Mann, der Mann, der sie liebte, schmiegte sich an sie. Und zum ersten Mal seit Langem verspürte sie wieder einen Hauch von Glück.

Cam hatte Recht gehabt, dachte sie. Das würde ihnen wirklich helfen. Es würde ihr helfen. In seinen Armen hatte sie solche Lust empfunden, dass sie nicht einmal daran gedacht hatte, wie sie das Baby verloren hatte.

Verdammt.

Da war sie wieder, die Erinnerung, die sie seit einem Jahr im Griff hatte. Sie schloss die Augen.

Jetzt nicht.

Aber es war zu spät. Sie schob Cam weg und rollte sich auf ihre Seite.

»Liebes, was ist?«

Er klang verwirrt. Nun ja, er war ein Mann und kein Hellseher, vor allem nicht kurz nach dem Sex.

Tränen träten ihr in die Augen. Sie konnte nichts dagegen tun. Vielleicht lag es ja an den Orgasmen oder auch nur an der Nähe zu Cam, aber sie hatte auf einmal das Gefühl, dass sich in ihr alles gelöst hatte. Cam streichelte ihre Schulter, aber sie schüttelte ihn ab. Obwohl sie sich gerade noch so nahe gewesen waren, konnte sie jetzt seine Berührung nicht mehr ertragen.

»Jillian. Bitte.« Er beugte sich über sie und küsste sie auf die Schulter, aber als er versuchte, sie an sich zu ziehen, entzog sie sich ihm.

Sie setzte sich auf, um ins Badezimmer zu fliehen, aber er ließ sie nicht gehen. Er nahm sie fest in die Arme und drückte sie an sich. Sie begann zu schluchzen.

»Ich kann es nicht, Cam.«

»Doch, du kannst. Und es ist auch der richtige Zeitpunkt. Du musst auch diesen Teil von dir mit mir teilen. Verstehst du das nicht? Wenn du es nicht tust, wird es immer zwischen uns stehen.«

»Es ist zu schwer.«

»Du musst. Es ist der einzige Weg zu mir zurück.«

Hörte sie da Verzweiflung aus seiner Stimme heraus? Cam, der immer so stark war, der mit allem fertig wurde? Ihr Herz flog ihm entgegen. Sie verletzte ihn. Auf einmal dämmerte ihr, dass es auch für ihn schwer gewesen war, das Baby zu verlieren.

»Jillian, sprich mit mir. Ich kann dich nicht wieder verlieren, nicht, nachdem du gerade erst wieder zu mir zurückgekommen bist. Komm, Liebes, wir haben schon viel zu viel verloren. Auch zu viel Zeit.«

»Ich weiß.« Sie schniefte, Cam nahm ein Taschentuch aus der Schachtel auf dem Nachttisch und reichte es ihr. »Ich versuche es ja. Und ... und es war wundervoll eben. Ich habe mich zum ersten Mal seit Langem wieder gut gefühlt. Vielleicht war es zu gut.«

»Zu gut?« Sie hörte ihm an, wie verletzt er war.

»Ich meine, es war ein solcher Kontrast zu meinen Gefühlen im vergangenen Jahr. Es war fast ein Schock, dir wieder so nahe zu sein.«

Im Zimmer war es mittlerweile ganz dunkel geworden. Die Sonne war schon längst untergegangen, und nur die Kerzen erhellten flackernd den Raum. Jillian war das recht. Im grellen Tageslicht hätte sie Cam jetzt nicht in die Augen blicken können.

Er streichelte ihr über die Haare und küsste sie auf den Scheitel, und erneut entspannte sie sich ein wenig. Es war ihre Schuld, das war ihr klar. Ihre selbstsüchtige Trauer um das Baby hatte einen Keil zwischen sie getrieben. Sie sollte endlich versuchen, alles wiedergutzumachen. Ja, das würde sie tun. Sie war zwar sicher nicht so stark wie Cam, aber sie konnte sich auf ihn verlassen. Er würde immer für sie da sein. Dafür sollte sie dankbar sein. Sie hatte wirklich Glück.

»Ich liebe dich so sehr, Cam.«

Er schwieg, als ob ihre Worte ihn überraschten.

»Ich liebe dich auch, Liebling. Das weißt du. Komm, lass uns ein wenig schlafen. Ich bleibe bei dir.«

Sie kuschelte sich in seine starken Arme. Sie wollte lernen, ihm und auch sich selber wieder zu vertrauen. Es würde schwer werden, aber sie hatte einen wundervollen Ehemann: einen Mann, der sie so liebte, wie sie es gar nicht verdient hatte. Sie versuchte, diesen Gedanken festzuhalten, aber er entglitt ihr, und bald schon war sie fest eingeschlafen.

Irgendwann in der Nacht wachte Jillian auf. Cam hatte sich von hinten an sie geschmiegt und hielt sie immer noch im Arm. Sein Schwanz war wieder hart, aber sein gleichmäßiges, tiefes Atmen verriet ihr, dass er schlief. Sie versuchte, ebenfalls wieder einzuschlafen, aber es ging nicht. Sie war sich seines Körpers zu sehr bewusst. Sie drückte ihren Hintern an seinen Schwanz und begann, sich an seiner Erektion zu reiben. Schließlich glitt seine Hand von hinten zwischen ihre Beine, und er begann, sanft mit ihr zu spielen. Sie spreizte die Beine, als er seine Hüften an sie drückte und versuchte, in sie einzudringen. Sie schob ihren Hintern so hoch, dass sein Schwanz in ihre nasse Möse hineinglitt. Langsam stieß er in ihre Höhle, und tiefe Lust erfüllte sie.

Cam gab ihr einen verschlafenen Kuss auf den Scheitel, als er sich zu bewegen begann. Sein Schwanz war dick und schwer in ihr. Mit den Fingern rieb er über ihre geschwollene Klitoris und streichelte ihre feuchten Schamlippen. Sie bog sich ihm entgegen, und schon bald war sie dem Höhepunkt nahe.

Cam zog scharf die Luft ein, als die erste Welle des Orgasmus sie überrollte. Er stieß tief in sie hinein, seine Finger fest auf ihre Klitoris gedrückt, und während Jillian vor Lust wimmerte, spritzte er sein Sperma in sie ab.

Sie atmeten beide keuchend. Sein Schwanz wurde schlaff in ihr, aber er zog ihn nicht heraus. Selbst jetzt war er immer noch groß. Es fühlte sich gut an, ihr großer Mann mit seinem wundervollen Schwanz und den magischen Händen. Warum hatte sie sich so weit von ihm entfernt? Das wollte sie nie wieder zulassen.

Aber jetzt war sie erst einmal müde, und erneut schlief sie ein.

Kapitel 3

Am nächsten Tag rauschte auf der Arbeit alles wie im Nebel an Jillian vorbei. Sinnliche Träume lenkten sie ab, und es fiel ihr schwer, sich zu konzentrieren. Ihre Gliedmaßen waren noch wund von den Fesseln, aber sie genoss das leichte Unbehagen. Ihre Haut war empfindlicher denn je, und ihre Nippel richteten sich schon beim leisesten Windhauch unter ihrer Seidenbluse auf.

Sie saß an ihrem großen Glasschreibtisch in der F. D. Leighton Gallery, deren Geschäftsführerin sie war, und träumte vor sich hin.

Das Klingeln des Telefons schreckte sie aus ihren Träumereien auf.

»E D. Leighton Gallery, Jillian Ross am Apparat.«

»Jillian, ich bin es, Briana. Wie läuft es ohne mich?«

Briana Douglas war ihre Assistentin in der Galerie, ihre rechte Hand und ihre beste Freundin. Zurzeit war sie zu Hause, weil sie sich beim Skiurlaub das Bein gebrochen hatte.

»Es ist so weit alles in Ordnung ... aber ohne dich fehlt etwas, Bri.«

»Ja, klar.« Die Freundin lachte. »Und, was gibt es Neues? Wie läuft die Installation Madonna mit Kind?«

»Oh ... ganz gut.«

»Jillian? Ist etwas mit dir?«

»Was? Nein. Nein, es ist alles okay. Wirklich, echt gut sogar.« Lächelnd dachte sie an letzte Nacht. Hatte Cam eigentlich immer schon so gekonnt mit ihrem Körper gespielt?

»Na, du kommst mir aber ein bisschen abwesend vor. Was ist denn los mit dir?«

Jillian grinste vor sich hin und tippte mit ihrem Kugelschreiber an ihre Kaffeetasse. »Äh ...«

Was sollte sie sagen? Briana war zwar ihre beste Freundin, aber sie konnte ihr doch nicht erzählen, dass sie sexuell so befriedigt war wie noch nie zuvor in ihrem Leben, weil ihr Ehemann sie gestern Abend gefesselt hatte.

»Es läuft echt gut mit Cam und mir im Moment, das ist alles.«

»Ihr habt miteinander geschlafen, nicht wahr?«

Zu ihrer Überraschung errötete Jillian. »Ich, äh ... ja.«

»Klingt so, als ob es fantastisch gewesen wäre. Du hast aber auch einen wundervollen Mann! Und, es war also gut? Erzähl es mir! Ich habe seit Wochen keinen mehr im Bett gehabt. Seit ich mir das Bein gebrochen habe, gibt es nur noch mich und meine kleinen elektronischen Spielzeuge. Lass mich zumindest an deinem Leben teilhaben.«

»Nein, das ist zu persönlich, Bri.«

»Oh, Entschuldigung. Aber kannst du meine jämmerliche Lage verstehen?«

Rasch wechselte Jillian das Thema, bevor sie zu viel preisgab. »Und, wann kommst du wieder arbeiten?«

»Mein Arzt hat gemeint, ich könnte ab Montag wieder ins Büro kommen. Deshalb rufe ich auch an.«

»Das ist ja großartig. Wir passen schon auf, dass du dich nicht zu sehr anstrengst.«

»Bis Montag also. Vielleicht funktioniert ja dein Gehirn bis dahin wieder.«

Jillian lachte. »Wenn ich Glück habe, eher nicht.«

Sie legten auf. Briana hatte Recht, dachte Jillian: Cam war wundervoll. Und toll im Bett. Wie hatte sie das nur all diese Monate vergessen können? Sehnsucht stieg in ihr auf, als sie an seine Hände und seinen Mund dachte, von seinem großen, schönen Schwanz ganz zu schweigen.

Ihr wurde heiß, und plötzlich wünschte sie, sie hätte eins von Brianas Spielzeugen zur Hand.

Himmel, auf diese Art und Weise würde sie ihre Arbeit nie getan kriegen! Energisch rief sie sich zur Ordnung und schlug die Aktenmappe auf, die vor ihr lag. Sie enthielt Fotos von Gemälden einer neuen Künstlerin, die Akte im neoklassischen Stil malte. Normalerweise würde eine progressive Galerie wie Leighton's solche Werke nicht in Betracht ziehen, aber die Serie hob sich thematisch von ähnlichen Werken ab.

Auf dem ersten Bild saß eine Frau auf dem Rand einer Badewanne, die rötlichbraunen Haare aufgesteckt, so dass ihre Nackenlinie und Schultern schön hervortraten. In der Hand hielt sie einen kleinen Phallus. Die Farben waren leuchtend, zugleich jedoch zurückhaltend, und das Spiel mit Licht und Schatten gab dem Ganzen eine verträumte Atmosphäre.

Jillian starrte auf den Dildo. Er war sehr naturalistisch und detailliert dargestellt. Aber gerade weil er so wundervoll gezeichnet war, trug er natürlich im Moment nicht dazu bei, dass sich ihr erhitztes Blut wieder abkühlte. Aber sie konnte trotzdem den Blick nicht davon wenden.

Sie zwang sich, das nächste Blatt zu betrachten. Es stellte einen großen, schlanken Mann dar, der ein wenig wie Cam aussah. Er lehnte an einer Wand, den Kopf zurückgelehnt, die Augen geschlossen, und streichelte sich. Um sein Handgelenk wand sich ein Stück Stacheldraht. Jillian merkte, dass sie schon nass wurde, als sie es nur ansah.

Sie hatte ein paar dieser Bilder bereits im Atelier der Künstlerin gesehen, und da hatten sie diese Wirkung nicht auf sie gehabt. Warum reagierte sie jetzt auf einmal völlig anders?

Es hatte nichts mit den Bildern zu tun. Der gestrige Abend hatte ihren Körper erwachen lassen und ihren Sexualtrieb hervorgeholt. Und jetzt wollte sie ihn auch erforschen.

Sie blätterte um zum nächsten Bild. Wieder eine Frau. Sie war mit einer Art Ranken an einen Baum gebunden. Sie wanden sich um ihre Arme und Beine, und eine Ranke schlängelte sich zwischen ihren Schenkeln hindurch.

Jillian presste ihre Oberschenkel fest zusammen. Ihr Geschlecht pochte vor Verlangen. Sie stand auf und trat an die Tür, um sie abzuschließen.

Als das Telefon läutete, zuckte sie schuldbewusst zusammen und errötete, als ob der Anrufer sie sehen könnte und wüsste, was sie dachte. Sie holte tief Luft, bevor sie abnahm.

»F. D. Leighton Gallery. Jillian Ross.«

»Hey, Süße. Wie läuft es denn?« Cams tiefe Stimme war so sexy, dass sich das Pochen zwischen ihren Beinen verstärkte.

»Gut ... äh ... es läuft gut.«

»Ist alles in Ordnung? Du klingst ein bisschen außer Atem. Tut mir leid, wenn ich dich bei der Arbeit gestört habe.«

Wenn du wüsstest ... »Nein, ich habe mir nur gerade ein paar Bilder angesehen.«

»Was für Bilder denn?«, fragte Cam.

»Äh ...« Sie biss sich auf die Lippe. »Sie sind ... also eigentlich sind sie ziemlich scharf.«

»Erzähl mir davon.«

»Cam, ich glaube nicht ...«

»Das war keine Bitte, Jillian.«

»Oh.« Sie war ein wenig überrascht, aber sein befehlender Tonfall zeigte bereits Wirkung.

»Bist du allein?«

»Ja.«

»Gut. Schließ deine Bürotür ab.«

»Ich ... äh ... das habe ich bereits.«

»Braves Mädchen. Sitzt du?«

Ein Schauer überlief sie. »Ja.«

»Zieh deinen Rock hoch und spreiz die Beine. Und dann beschreib mir, was du siehst.«

Sie zog sich den Rock bis zur Taille hoch und öffnete die Beine. Vor Erregung bekam sie kaum Luft. »Es ist ein wunderschönes Bild. Sehr realistisch, aber irgendwie auch sehr weich.« Sie leckte sich über die Lippen. »Es ist ein nacktes Paar. Sehr sinnlich. Der Mann kratzt der Frau mit einer dornenbesetzten Rose über den Rücken. Sie hat lange, pinke Striemen auf den Hinterbacken und den Hinterseiten ihrer Oberschenkel.«

»Macht es dich scharf, Jillian?« Seine Stimme war leise und heiser.

Sie bekam das Wort kaum heraus. »Ja.«

»Gut. Schau dir das Bild an. Und fass dich für mich an.«

Jillian warf einen Blick auf ihre Bürotür und ließ dann ihre Hand zwischen die Beine gleiten. Sie schob ihr Höschen beiseite und fuhr mit ihrem Finger über ihre feuchte Spalte. Ein Schauer überlief sie.

»Ich höre, wie sich dein Atem verändert. Ich kann hören, wie heiß du jetzt bist. Weißt du, was das mit mir macht? Ich werde hart, wenn ich dich höre.«

Gott, der Klang seiner Stimme! Er machte sie wahnsinnig. Und er hatte selbst am Telefon Gewalt über sie.

»Was kommt als Nächstes?«, fragte Cam.

Sie blätterte um. Dieses Bild war sogar noch besser. Sie presste ihre Handfläche auf ihren Venushügel. »Es stellt eine Frau dar, die sich über eine Bank beugt. Bis auf einen Kragen aus Zweigen und Blättern ist sie nackt. Hinter ihr steht ein nackter Mann.« Sie musste innehalten, um Luft zu holen. Ihre Klitoris pochte gegen ihre Hand.

»Der Mann hält seinen Schwanz in der Hand, und mit der anderen Hand zieht er eine Lederpeitsche über ihren Hintern.«

»Ich halte auch meinen Schwanz in der Hand«, murmelte Cam. »Ich streichle ihn und stelle mir vor, wie du ihn in deinen heißen Mund nimmst. Ich bin so hart. Ich möchte dich berühren, dich ficken. Reib über deine Klitoris.«

Gehorsam rieb Jillian die pochende Knospe. Das Bild, das Cam heraufbeschwor, war fast zu viel für sie. Cam, der seinen großen, schönen Schwanz streichelte. Ihr Körper brannte vor Verlangen, als sie sich ihn dabei vorstellte. Sie konzentrierte sich wieder auf das Bild, auf den Anblick der Lederpeitsche auf der milchweißen Haut der Frau.

»Erzähl mir noch mehr«, forderte Cam sie auf.

»Sie sind beide sehr schön. Und die Haut auf dem Hintern der Frau ist gerötet und voller Striemen.«

»Das wird bei dir eines Tages auch so sein. Ich möchte dich mit der Lederpeitsche züchtigen, Baby. Würde dir das gefallen?«

»Ja, Cam.«

»Schau weiter das Bild an. Stell dir vor, ich bin das, mit meinem Schwanz in der Hand und der Lederpeitsche in der anderen.« Seine Stimme war rau vor Lust. »Und ich möchte, dass du die Beine für mich breit machst, Süße. Spreiz deine Beine, und steck deine Finger in dich hinein. Tu es!«

Sie lehnte sich auf dem Stuhl zurück, machte die Beine breit und schob zwei Finger in sich hinein, wobei sie immer noch mit der Handfläche über die Klitoris rieb.

Ihr Atem kam keuchend. Sie rieb immer schneller, und schon überliefen sie die ersten Wellen des Orgasmus.

»Komm, Liebling. Schieb sie tiefer und schneller hinein. Ich merke, dass du gleich kommst. Ich bin so hart für dich. Ich werde dich ficken, später, wenn du nach Hause kommst. Aber jetzt komm erst mal – für mich!«

»Jillian?« Die Stimme ihrer Sekretärin Marie drang klar und deutlich durch die Tür. Sie klopfte mehrmals.

»Oh, mein Gott«, hauchte Jillian ins Telefon. »Marie ist an der Tür. Es muss etwas Wichtiges sein, wenn sie mich stört.« Sie hatte den Rock schon wieder heruntergezogen.

»Verdammt!« Cam lachte auf.

»Ja.« Ihr ganzer Körper summte.

»Jillian?«, sagte Marie. »Ein Kunde ist hier und möchte zu Ihnen. Ich habe versucht, sie anzurufen, aber Sie gehen nicht dran.«

»Ich komme sofort!« Jillian stand auf und fuhr sich rasch durch die Haare. »Tut mir leid, Cam. Ich muss aufhören.«

»Dann eben später. Wir treffen uns nach der Arbeit bei Fiorello's.« Es war ihr Lieblingsitaliener, der beste in Seattle. »Um halb sieben. Wir wollen feiern.«

»Feiern?«

»Wir haben doch etwas zu feiern, findest du nicht?« Jillian lächelte. »Ja. Ja, das finde ich auch.«

Wenn sie die Zeichen richtig deutete, ging es mit ihrer Ehe bergauf. Und mit ihr anscheinend auch.

Das Restaurant war schwach beleuchtet. Auf den kleinen, runden Tischen und in Wandhaltern brannten Kerzen. Die Einrichtung war klassisch italienisch, mit schweren roten Vorhängen vor den Fenstern und Säulen im römischen Stil an den Wänden. Überall waren goldene Akzente: die Kerzenleuchter, die Rahmen der Bilder an den Wänden, die großen Blumenvasen.

Es duftete nach Knoblauch und frisch gebackenem Brot. Das Essen hier war wundervoll, aber heute Abend dachte Jillian nicht ans Essen.

Cam saß bereits am Tisch. Ganz der Gentleman, erhob er sich natürlich, als er sie sah. Er trug eine schwarze Hose, ein frisches weißes Hemd und eine schmale, dunkle Krawatte und sah wie immer umwerfend aus. Sein Atem roch leicht nach Scotch, als er sie auf die Wange küsste. Es erinnerte sie an den gestrigen Abend, und Hitze stieg in ihr auf. Sie schlüpfte in die Nische, und Cam setzte sich neben sie.

»Wie war dein Tag, Baby?«

»Gut eigentlich. Nicht besonders produktiv, aber gut. Und bei dir?«

»Der Beste seit Langem.«

Er lächelte, und seine grauen Augen funkelten im Kerzenlicht.

Sie bestellten ihr Lieblingsgericht und eine gute Flasche Chianti. Jillian konnte es jetzt schon kaum noch erwarten, nach Hause zu kommen.

Der Wein kam, und als sie den ersten Schluck tranken, legte Cam seine Hand über ihre.

»Wir sollten über gestern Abend sprechen.«

»Ja, vermutlich.« Sie fuhr mit dem Finger über die feinen, dunklen Haare auf seinem Handrücken, über den schmalen Ring aus Weißgold an seinem Ringfinger.

»Ist dir immer noch alles recht?«

War es so? Eigentlich wollte sie nicht zu ausgiebig darüber nachdenken. Irgendetwas nagte an ihr. Irgendetwas missfiel ihr an der Vorstellung, sich einer anderen Person, auch ihrem Mann, hinzugeben. Sie war immer stark und beherrscht gewesen, ob bei der Arbeit oder in ihrem Privatleben. Nun ja, bis sie das Baby verloren hatte. Damals war sie zusammengebrochen, und seitdem versuchte sie, wieder so zu werden wie früher. Und wenn sie sich Cam im Bett unterwarf, dann hatte das etwas mit der Schwäche zu tun, die sie seit Monaten in sich spürte.

Aber nein, sie wollte jetzt nicht darüber nachdenken. Die letzte Nacht hatte Cam und sie einander wieder so nahe gebracht wie vor der Fehlgeburt. Und es hatte sich gut angefühlt.

»Ja, mir ist es recht. Es sind zwar mental noch einige Dinge in Bewegung, aber gib mir einfach ein bisschen Zeit. Der Rest jedoch ... ja, ich glaube, es ist okay.«

Sie blickte in seine schönen Augen, sah die Lust, die darin stand.

»Komm her.«

Cam zog sie an sich und führte ihre Hand an seine Hose. Er hatte eine riesige Erektion.

»Das machst du mit mir, Jillian«, flüsterte er in ihr Ohr.

Sie wand sich auf ihrem Platz. Ihr Geschlecht zuckte. Ja, vielleicht hatte sie ja wenigstens in dieser Hinsicht Macht.

»Mach deine Beine breit«, sagte Cam leise.

»Was? Hier?«

»Ja. Jetzt.«

Sie war so überrascht, dass sie einfach tat, was er sagte, ohne zu widersprechen. Als seine Hand in ihr Höschen und in ihre feuchten Falten glitt, erstarrte sie.

Leise sagte er zu ihr: »Unter dem Tischtuch kann uns niemand sehen. Mach die Beine noch ein bisschen breiter.«

Sie gehorchte. Mit den Fingerspitzen streichelte er ihre Schamlippen und fuhr über ihre empfindliche Knospe. »Trink einen Schluck Wein.«

Mit zitternder Hand hob sie ihr Glas und führte es an die Lippen. Sie verschluckte sich fast, als er einen Finger in sie hineinschob.

»Cam.«

»Ja.« Er klang amüsiert.

»Ich kann das nicht.«

»Doch, du kannst. Und du willst es auch. Für mich.«

Ja. Für ihn. Wie von selbst bewegten sich ihre Hüften gegen seine Hand. Sein Daumen drückte auf ihre Klitoris, und er rieb sie langsam.

O Gott, wenn jetzt ihr Abendessen kam? Oder wenn sie kam?

Cam rieb sie immer fester. Sie blickte zu dem Paar am Tisch neben ihnen. Sie stritten sich. Die Frau war sehr schön. Sie trug ein dunkelrotes Kleid und eine lange Perlenkette. Ihr Gesicht war vor Erregung gerötet. Cam stieß noch einen Finger in sie hinein, und sie spannte ihre Muskeln an.

Der Mann am Nebentisch sah gut aus. Groß, wie Cam, aber eher gebaut wie ein Footballspieler. Er hatte bestimmt einen großen Schwanz, wie ihr Mann. Seine Augen funkelten im Kerzenlicht, sein Gesichtsausdruck war angespannt. Er hatte große Hände, wie Cam, der unter dem Tisch mit ihr spielte.

»Komm für mich, Liebling«, flüsterte Cam ihr ins Ohr.

Sie umklammerte den Stiel ihres Weinglases. Und dann kam sie für ihn, in seine Hand, zuckte an seinen Fingern. Sie biss sich auf die Lippe und schloss die Augen, als die Lust sie überwältigte. Ihr Atem kam stoßweise, und sie versuchte es zu verbergen, indem sie ihr Gesicht an Cams Hals vergrub. Ihre Möse pochte vor Hitze, und sie musste sich zusammenreißen, um sich nicht zu winden.

Es war so gut. Ja!

»Braves Mädchen.« Cam zog seine Finger aus ihr heraus und zog ihren Rock wieder herunter. Lächelnd trank er einen Schluck Wein. »Ich würde dich am liebsten direkt hier auf dem Tisch ficken, Jillian.«

Sie hätte beinahe laut aufgestöhnt. Der Kellner kam mit ihren Salaten. »Schmeckt Ihnen der Wein?«, erkundigte er sich.

Cam lächelte sie verschmitzt an. »Schmeckt er dir, Jillian?«

»Er ist gut. Sehr gut.« Ob der Kellner wohl hören konnte, wie atemlos sie war?

»Exzellent. Brauchen Sie sonst noch etwas?«, fragte der Kellner.

»Brauchst du sonst noch etwas, Jillian?« Cam grinste amüsiert.

»Nein.« Sie wandte sich an den Kellner. »Danke.«

Das Abendessen verging wie in einem Nebel. Sie wusste nur, dass Cams Hand ständig besitzergreifend auf ihrem Oberschenkel lag und dass sie es kaum erwarten konnte, nach Hause zu kommen, damit er seine Hand wieder zwischen ihre Beine schieben konnte. Seine Hand, seinen Mund, seinen Schwanz. Was, war ihr egal, solange er sie nur berührte.

War sie auf einmal sexbesessen?

Egal!

Solange sie nur bei Cam war, wirklich mit ihm zusammen war, spielte alles andere keine Rolle. Und sie war in Sicherheit bei ihm, sie konnte ihm vertrauen. Vielleicht würde sie irgendwann auch wieder sich selbst trauen.

Das Haus war dunkel, als sie nach Hause kamen. Jillian sprang aus ihrem BMW, während Cam noch seine Aktentasche aus der ledernen Satteltasche an seiner schwarzen Harley Davidson nahm. Sein Job als Architekt brachte es mit sich, dass er sich immer Arbeit mit nach Hause nahm.

Drinnen legte er seine Sachen ab und zog Jillian an sich. Sie spürte die Hitze, die sein Körper ausstrahlte, als er sich herunterbeugte, um sie zu küssen.

»Geh und mach dich für mich bereit, Jillian.«

Oh, sie war schon bereit für ihn. Aber sie wusste, was er meinte.

Oben zog sie sich aus, steckte ihre Haare hoch und ging unter die Dusche. Das heiße Wasser fühlte sich gut an auf ihrer Haut. Seit gestern Abend war ihr Körper viel empfindlicher geworden. Sie hatte das Gefühl, es wurde langsam besser.

Sie betrachtete den rauen Luffa-Schwamm, der an einem Haken hing, und stellte sich vor, wie er über ihre Nippel rieb. Unwillkürlich erschauerte sie. Alles war ein potenziell neues Gefühl, alles war irgendwie sinnlich. Sie wollte auf alle möglichen Arten berührt werden, unterschiedliche Materialien auf der nackten Haut spüren.

Und jetzt wollte sie ihren Mann. Sie drehte das Wasser ab, damit Cam nicht unnötig auf sie warten musste.

Abgetrocknet und eingecremt schlüpfte sie in ihren seidenen Morgenmantel und trat aus dem Badezimmer ins Schlafzimmer. Cam war auch schon da. Anscheinend hatte er in ihrem anderen Badezimmer ebenfalls geduscht, denn seine Haare waren nass. Er trug nur eine schwarze Boxershorts und sonst nichts. Er hatte das Licht ausgeschaltet und die Kerzen angezündet. Und wieder ertönte leise Musik im Hintergrund.

Cam trat zu ihr, ging um sie herum und blieb hinter ihr stehen. Kurz umfasste er ihre Brüste unter der Seide des Morgenmantels. Ihre Nippel richteten sich sofort auf. Er fuhr mit den Händen über ihre Schultern und beugte sich vor, um sie auf den Nacken zu küssen. Sein Mund war heiß, und Schauer der Erregung liefen ihr über den Rücken.

»Zeit, dass du nackt bist.« Er zog ihr den Morgenmantel von den Schultern.

Wieder legte er seine Hände um ihre Brüste. Er kniff sie in die Nippel, und sie wurden noch härter. Erwartungsvoll hielt sie still, und ihre Möse zog sich zusammen. Er führte sie zum Bett. Die Stricke waren von letzter Nacht noch am Rahmen befestigt.

»Leg dich auf den Bauch, Jillian.« Das war wieder dieser Befehlston, der sie allein durch seinen Klang nass machte.

Sie gehorchte.

Er legte ihr ein Kissen unter die Hüften, so dass sie unwillkürlich den Hintern recken musste. Sie fühlte sich völlig entblößt. Aber das Gefühl gefiel ihr.

Cam fesselte sie. Zuerst ein Handgelenk, dann einen Knöchel, dann das andere Handgelenk, genau wie gestern Abend. Aber dieses Mal konnte sie nicht sehen, was er tat, und es machte sie ein wenig nervös.

Zuerst glitt seine Hand über ihren Rücken, ihre Arschbacken, ihre Oberschenkel. Eine Zeit lang streichelte er sie so, bis sie sich völlig entspannt hatte. Dann begann er, leicht auf ihre Hinterbacken zu klopfen. Es tat nicht wirklich weh, nur ein bisschen. Zugleich jedoch fühlte es sich wundervoll an, und ihre Möse wurde immer feuchter.

Dann schlug er härter zu, so dass es brannte. Das Brennen schien sich direkt auf ihr Geschlecht zu übertragen.

Cam beugte sich vor und flüsterte: »Gut?«

»Ja.«

Er schlug fester zu, und ihre Lust nahm ebenfalls zu. Sie bewegte die Hüften.

»Nein, Jillian. Halt still.« Er versetzte ihr einen guten, festen Schlag.

Sie wimmerte ein wenig. Warum fühlte es sich nur so gut an? Er sollte es noch einmal machen.

Cam schien ihre Gedanken lesen zu können. Sein Spanking wurde immer fester. Er baute es langsam und rhythmisch auf. Seine Hand rötete ihre Haut, und sie wurde immer geiler.

Er schlug sie jetzt wirklich fest, und auf einmal schob er zwei Finger in ihre enge Möse, und Jillian konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Seine Hand schlug in gleichmäßigem Rhythmus auf ihr brennendes Hinterteil, und dazu stießen seine Finger auf und ab in ihrer nassen Möse. Unwillkürlich reckte sie ihren Hintern immer höher, und Cam, der genau wusste, was sie brauchte, fing an, ihre Klitoris zu reiben.

Jillian stieß gegen seine Finger, außer sich vor Lust, und als er schließlich auch noch seinen Daumen in sie hineinschob und fest gegen ihren G-Punkt drückte, da kam sie in langen, heftigen Zuckungen.

Wie von Ferne hörte sie sich selbst schreien. Vor Lust. Vor Schmerz. Es spielte keine Rolle.

Als die Wellen langsam verebbten, dachte sie, Cam würde aufhören, aber er setzte sein Spanking fort. Nur seine Finger nahm er aus ihrer nassen Möse, die sich immer noch zusammenzog.

Ihre Haut war nach dem Orgasmus noch empfindlicher als vorher, aber es fühlte sich trotzdem noch gut an. Immer weiter klatschte seine Hand auf ihren brennenden Hintern. Zuerst wunderte sie sich, warum er nicht aufhörte, aber dann plötzlich hörte sie seinen leisen Aufschrei und spürte sein Sperma auf ihren Hinterbacken.

Sie keuchten beide. Mit den Fingern verrieb er seinen Samen auf ihrem heißen Fleisch.

Sie wartete. Ihr Kopf war ganz leer, und sie fühlte sich unbeschreiblich entspannt.

Sie hörte, wie Cam ins Badezimmer ging. Einen Moment später kam er zurück und wusch ihr mit einem warmen Waschlappen das klebrige Sperma vom Hintern ab. Dann beugte er sich über sie und zog eine Spur von Küssen an ihrer Wirbelsäule entlang. Jillian bekam eine Gänsehaut.

Sie brannte immer noch vor Verlangen. Am liebsten wäre sie gleich von ihm gefickt worden, aber er musste sich erst wieder erholen. In der Zwischenzeit genoss sie das Gefühl, gefesselt auf dem Bett zu liegen und von Cam mit Küssen überschüttet zu werden.

Cam rieb ihr mit den Händen über Arme und Schultern und massierte sogar ihre Finger. Er war so sanft und liebevoll, ein starker Kontrast zu dem heftigen Spanking. Aber das machte es nur noch besser.

Nach einer Weile legte er sich auf sie. Die harten Muskeln seines Brustkorbs drückten sich an ihren Rücken. Sie hatte es immer schon geliebt, dass er so groß und stark war. Und sie liebte seinen großen Schwanz. Als sie zum ersten Mal miteinander geschlafen hatten, hatte sie Angst gehabt, ihn nicht vollständig aufnehmen zu können, aber mit der Zeit hatte sich ihr Körper an seine Größe gewöhnt. Und jetzt konnte sie an nichts anderes mehr denken, als ihn tief in sich zu spüren.

Sie bewegte ihre Hüften und stellte fest, dass er langsam wieder hart wurde. Sein Schwanz schwoll an, bis er dick und schwer zwischen ihren Hinterbacken lag.

»Ich werde dich jetzt ficken, Baby«, grollte Cam ihr ins Ohr. »Und du wirst es lieben. Und du wirst wieder für mich kommen.«

»Ja«, flüsterte sie, als er die Spitze seines großen Schwanzes zwischen ihre Schenkel in ihre Öffnung schob.

Sie versuchte, sich dagegenzudrücken, damit er tiefer in sie eindrang, aber er ließ es nicht zu.

»Du hast hier nicht die Kontrolle, Jillian. Verstanden?«

Sie holte tief Luft. »Ja, Cam.«

»So ist es besser.«

Wieder glitt er ein Stückchen weiter hinein. Ihre Möse zog sich zusammen, wurde noch nasser. Dann zog er sich wieder zurück, bis nur noch die Spitze in ihr blieb. Er zog ihre Arschbacken auseinander, und als sie sich vorstellte, welches Bild sie abgab, den Hintern hoch in der Luft, ihr Geschlecht völlig entblößt, wurde sie noch geiler. Sie konnte kaum stillhalten. Aber sie würde tun, was Cam ihr gesagt hatte.

»Du hast die schönste Muschi der Welt, Süße. Sie ist so heiß. So nass und rosig. Am liebsten möchte ich dich auslecken, bis du wieder kommst. Aber jetzt muss ich dich erst einmal ficken.«

Und damit stieß er so tief in sie hinein, dass sie das Gefühl hatte, zum Bersten gefüllt zu sein. Er fickte sie hart und gnadenlos, so, wie er es ihr versprochen hatte.

Mit ihren inneren Muskeln packte sie seinen Schwanz bei jedem Stoß. Sie schob sich ihm entgegen und nahm ihn tief in sich auf. Es fühlte sich so gut an.

Sie zerrte an ihren Fesseln, aber das Seil hielt sie fest in seiner sicheren Umarmung. Und die ganze Zeit über fickte Cam sie, fickte sie, bis sie dachte, er würde sie in der Mitte auseinanderreißen. Und als sie kam, war es wie eine Explosion, die ihren ganzen Körper, ihre Möse mit ihrer Hitze überschwemmte.

Und dann kam auch Cam. Sein Körper wurde ganz starr. Er schrie ihren Namen. Und dann sank er schlaff über ihr zusammen.

Kapitel 4

Sonntagmorgen. Das Sonnenlicht strömte durch die hohen Fenster und warf einen goldenen Schein über die Dielenböden. Es duftete nach frisch aufgebrühtem Kaffee.

Sie räkelte sich in dem großen Bett und wünschte sich, dass Cam noch bei ihr wäre. Als sie auf die Uhr blickte, stellte sie überrascht fest, dass es schon elf war. So lange schlief sie normalerweise nie. Vermutlich lag es daran, dass Cam sie das ganze Wochenende über im Bett festgehalten hatte.

Ihre Möse war ganz wund und schmerzte, und ihre Gliedmaßen waren ein wenig steif. Ihr Hinterteil war immer noch gerötet und mit Striemen bedeckt. Aber sie hatte sich nie im Leben besser gefühlt. Geliebt.

Woran mochte es wohl liegen, dass sie Cams Liebe viel stärker empfand, wenn er ihr den Hintern versohlte oder sie fesselte? Warum begriff sie dadurch umso besser, wie tief ihre Gefühle für ihn waren? Sie verstand es nicht.

»Guten Morgen, du Schlafmütze.«

Lächelnd blickte sie ihrem unglaublich sexy Ehemann entgegen, als er mit zwei Kaffeebechern ins Schlafzimmer trat. Er trug eine gestreifte Pyjamahose, und sie verschlang seine muskulöse Gestalt mit Blicken. Gott, er war schon ein toller Mann. Cam setzte sich auf die Bettkante und reichte ihr einen Becher mit Kaffee: viel Milch und Zucker, so wie sie es am liebsten mochte.

»Gerade noch rechtzeitig«, sagte sie zu ihm. »Ich hatte schon begonnen, dich zu vermissen.«

Er beugte sich vor und gab ihr einen raschen, nach Kaffee duftenden Kuss. Dann grinste er. »Ich habe ein Monster erschaffen.«

»Ja, das hast du.«

»Aber jetzt wird meine kleine Nymphomanin erst mal warten müssen.«

»Habe ich dich schon fertiggemacht?«

»Nie. Aber ich habe heute früh einen Anruf von Tom bekommen. Ich muss nach Chicago fliegen, um dort eine Baustelle zu beaufsichtigen.«

»Kann das denn sonst niemand übernehmen?«

»Tut mir leid, Liebling, aber das war von Anfang an mein Projekt. Das kann außer mir niemand.«

Jillian seufzte. Sie hatte sich so auf das restliche Wochenende gefreut. »Wann musst du weg?«

»Ich habe den Flug um drei Uhr gebucht.«

»Du hast schon geduscht«, stellte sie fest, als sie seine nassen Haare bemerkte.

»Ja, aber ich muss noch packen.«

»Ich helfe dir. In einer halben Stunde bist du fix und fertig.«

»Ich brauche erst in einer Stunde zu fahren.«

Sie stellte ihre Kaffeetasse auf den Nachttisch. »Dann komm aber schnell zu mir!«

Cam grinste. »Wird mein Mädchen jetzt nicht ein bisschen bestimmend?«

Aber er zog die Decke von ihrem Körper, küsste die Spitze ihrer Brust und zog den Nippel zwischen die Zähne. Sie bog sich ihm entgegen.

»Das habe ich von dir gelernt.«

Leise lachend zog er eine heiße Spur kleiner Küsse über ihren Bauch. Dann schob er ihre Beine mit den Händen auseinander und senkte seinen Kopf über ihre Möse. Ihre Klitoris reckte sich seiner Zunge entgegen. »Ich glaube, so eilig habe ich es gar nicht.«

Jillian balancierte die Sushi-Schachtel mit einer Hand und klopfte mit der anderen an die Tür von Brianas Wohnung. Von drinnen rief die Freundin:

»Komm herein! Es ist offen.«

Sie drückte die Tür auf, und sofort wurde sie von van Gogh begrüßt, Brianas großem, langhaarigem Kater, dem fast ein ganzes Ohr fehlte. Er hatte wahrscheinlich das Sushi gerochen, dachte Jillian grinsend.

Briana saß auf ihrem dunkelroten Polstersofa, das kranke Bein auf ein Kissen gelagert. »Du warst bei Sushi to DAI For! Du bist meine beste Freundin!«

»Ich dachte, das wäre ich schon.« Jillian stellte die Schachtel auf den schweren indonesischen Couchtisch und holte rasch Teller aus der kleinen Küche. Sie fühlte sich in Brianas Wohnung wie zu Hause, vor allem, wenn Cam verreist war.

Mit den Tellern, zwei Servietten und schwarz lackierten Holzstäbchen kam sie ins Wohnzimmer zurück. Sie schob van Gogh, der sich auf der Couch breitgemacht hatte, beiseite und setzte sich, um das Sushi auf die Teller zu verteilen.

»Ich habe dir ein paar Yellowtails mitgebracht. Und California Rolls.«

»Mmm, meine Lieblingssorten!« Briana warf sich den langen dunklen Zopf über die Schultern und griff nach ihrem Teller.

Während des Essens redeten sie hauptsächlich über die Arbeit. Anschließend saßen sie auf dem Sofa und tranken den Chardonnay, den Jillian in Brianas Kühlschrank gefunden hatte.

»Und«, begann ihre Freundin, »wann willst du mir denn erzählen, woher dieses innere Strahlen bei dir kommt?«

Jillian lachte. »Was?«

»Ach, komm, Jillie. Du leuchtest doch wie ein Glühwürmchen, und dabei tust du, als wäre alles ganz normal. Spuck's aus, Mädel.«

Jillian stieg die Röte in die Wangen. War es tatsächlich so offensichtlich? Sie bemühte sich um einen möglichst beiläufigen Tonfall. »Ich habe dir ja schon am Telefon gesagt, dass es mit Cam zurzeit toll läuft.«

»So einfach ist es nicht. Ich weiß doch, dass du es mir schrecklich gerne erzählen würdest. Schließlich bist du ein Mädchen. Bei uns liegt es in den Genen, dass wir alles miteinander teilen müssen.«

»Aber das hier ist ... Es ist wirklich persönlich.«

»Oooh, sogar noch besser.«

»Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, dass du unverbesserlich bist?«

»Ja, ständig. Und jetzt erzähl.«

»Bri, ich weiß nicht, ob ich darüber sprechen kann.«

»Okay. Tut mir leid. Ich mache auch keine Witze mehr darüber. Es steckt anscheinend viel mehr dahinter, als dass ihr beiden wieder begonnen habt, miteinander zu schlafen.«

»Ja, es ist tatsächlich viel mehr. Ich weiß noch nicht mal, wo ich anfangen soll.« Jillian trank einen Schluck Wein. »Aber du hast Recht. Ich muss tatsächlich mit jemandem darüber sprechen. Und du bist die einzige Person, der ich außer Cam vertrauen kann.«

»Schieß los, Schätzchen. Ich höre zu.« Brianas große haselnussbraune Augen waren ernst geworden.

Jillian kaute auf ihrer Unterlippe. »Nun, hast du jemals etwas ... etwas Perverses gemacht?«

»Ja klar. Wie pervers meinst du denn?«

»Äh ... Bondage?«

»Tatsächlich.« Briana verzog ihre vollen Lippen zu einem Lächeln und zog die Augenbrauen hoch.

Jillian wurde rot. »Bri. Bitte.«

»Ach, du hast mich nur überrascht. Nein, Bondage habe ich noch nie ausprobiert. Ich habe natürlich schon ein paarmal daran gedacht, aber ich glaube, man sollte es besser nur mit jemandem machen, dem man wirklich vertraut.«

»Genau. Und darum geht es bei uns. Wir wollen wieder gegenseitiges Vertrauen aufbauen.«

»Und wie funktioniert es?«

»Gut. Ich fühle mich einfach so ... so anders. Als ob wir einander wieder neu entdeckt hätten. Wir sind uns wieder so viel nähergekommen, und ich habe das Gefühl, Cam wirklich vertrauen zu können. Nach ... nach dem Baby war alles so mühsam.«

Briana legte ihr die Hand auf den Arm. »Ich weiß, Liebes.«

»Das letzte Jahr ist wie im Nebel vergangen. Ich meine, ich gehe jeden Tag zur Arbeit, funktioniere, mache mein Ding. Abends komme ich nach Hause. Koche Abendessen. Wir sitzen vor der Glotze. Es war alles so leer. Wir haben uns nicht mehr in den Arm genommen. Wir haben nicht mehr gekuschelt. Und das war meine Schuld. Ich habe ihn weggestoßen.« Tränen brannten in ihren Augen, aber es War gut, endlich darüber zu sprechen.

»Der arme Cam. Er hatte so viel Geduld mit mir. Ich habe ihn für verrückt gehalten, als er mir das vorgeschlagen hat. Aber die Therapie war eine Katastrophe, und ich war an einem Punkt angelangt, wo mir klar war, dass ich etwas tun musste, wenn ich unsere Ehe nicht aufs Spiel setzen wollte. Und ich liebe ihn wirklich, Bri. Ich konnte das nicht zulassen.«

Briana gab einen tröstenden Laut von sich.

»Ja ... und dann haben wir es einfach gemacht. Ich hatte Angst, aber ich war auch erregt. Und als er anfing, geriet ich ein bisschen in Panik, aber ich habe sie überwunden. Es fühlte sich von Anfang an gut an. Und es war ... ich weiß nicht. Wie eine Reise. Und mir werden Dinge klar. Verstehst du das?«

»Absolut. Ich glaube, dass wir bei solchen Experimenten viel über uns lernen können.«

»Genau. Und der Sex ist wirklich wundervoll.«

»Das habe ich dir angesehen.« Briana grinste.

»Gott, steht es mir etwa auf der Stirn geschrieben?«

»Ja, in gewisser Weise schon, aber mach dir nichts draus. Was zwischen euch beiden passiert, ist viel wichtiger, als was jemand anderer über dich denkt.« Jillian umarmte ihre Freundin. »Du tust mir gut.«

»Du weißt, wie gerne ich dich habe, Jillie. Und ich bin so froh, dass es dir wieder besser geht.« Briana ließ sie los und sank in die Kissen zurück. »Und, was hast du zum Nachtisch mitgebracht?«

»Hast du alles bekommen, was ich dir aufgeschrieben habe?«, fragte Cam sie am Telefon.

»Ja.« Lust stieg in ihr auf, als sie an ihren Einkaufsbummel im Sex-Shop dachte.

»Braves Mädchen.«

Wie immer erschauerte sie bei seinen Worten.

»Geh auf Lautsprecher. Ich möchte, dass du beide Hände frei hast. Und dann zieh dich für mich aus. Ich will dich komplett nackt. Dann setzt du dich auf den Stuhl vor deinem großen Schminkspiegel und legst alles, was du gekauft hast, auf den Schminktisch.«

Es dauerte keine Minute, bis sie ausgezogen so dasaß, wie Cam es ihr befohlen hatte.

»Ich bin bereit, Cam.«

Eine seltsame Ruhe kam über sie, zugleich jedoch prickelte ihr ganzer Körper vor Erwartung.

»Spreiz deine Beine so weit, dass du dich selbst im Spiegel sehen kannst. Ich will, dass du deine Muschi siehst. Der Spiegel reicht tief genug. Kannst du sie sehen?«

»Ja.« Überrascht stellte sie fest, wie erregend sie den Anblick ihres eigenen Geschlechts fand.

»Und jetzt zieh die Schamlippen mit den Fingern auseinander. Sag mir, was du siehst. Was du fühlst.«

Gott, konnte sie das? Aber sie stand bereits in Flammen, allein schon der Klang von Cams Stimme machte sie heiß.

»Ich kann ... die rosigen Falten sehen.« Sie holte tief Luft.

»Weiter, Jillian.«

»Und meine Klitoris richtet sich bereits auf.«

»Bist du nass, Jillian?«

»Ja!« Ihre Stimme zischte leise.

»Gut. Ich höre es an deiner Stimme. Weißt du eigentlich, wie sehr es mich erregt, dich so atemlos zu hören? Ich liebe es, wenn du erregt bist. Du wirst für mich kommen. Du wirst alles tun, was ich dir sage. Und du wirst es lieben.«

Ihre Möse zog sich zusammen, als sie sich vorstellte, was als Nächstes passieren würde. Ihre Finger waren bereits nass von ihren eigenen Säften.

»Und jetzt nimm den Vibrator und schalt ihn ein. Berühr aber nur die Spitze deiner Klitoris damit.«

Sie gehorchte. Sie hielt die Falten ihres Geschlechts weit auseinander und berührte mit dem Vibrator die Spitze ihrer pochenden, harten Knospe. Lust durchfuhr sie wie ein Stromstoß.

»Oh!«

»Fühlt es sich gut an, Süße? Das wusste ich. Und jetzt drück den Vibrator an deine Klitoris. Wie fühlt es sich an?«

»Oh, Gott«, stieß sie hervor.

»Wie gut? Kommst du gleich?«

»Ja!«

»Dann hör auf.«

Aufhören? Das konnte er doch nicht ernst meinen. Aber seine Stimme klang fest. Sie gehorchte und zog den Vibrator weg.

»Nimm jetzt die Nippelklemmen heraus.«

Mit zitternden Händen legte sie den Vibrator beiseite und ergriff die kleinen Metallklemmen. Sie waren mit einer kurzen Kette verbunden.

»Leg sie an.«

Sie kniff ihren rechten Nippel mit den Fingern zusammen und zog daran. Es fühlte sich so gut an. Ihr ganzer Körper brannte vor Lust, und plötzlich wünschte sie sich inständig, dass diese kleinen Metallklemmen ihre Nippel zusammendrückten.

Sie befestigte die Klemmen und keuchte auf, als sie in das empfindliche Fleisch bissen. Der scharfe Schmerz fuhr direkt in ihre Möse. Sie war mittlerweile klatschnass und konnte kaum noch still sitzen.

»Es klingt so, als hättest du sie angelegt. Und jetzt zieh die Schrauben so fest, wie du kannst. Wie fühlt es sich an?«

Jillian drehte die Schrauben ein bisschen. »Es tut weh. O Gott, es tut weh, aber es fühlt sich gut an.«

»Ich wusste, dass es dir gefällt, Liebling. Und jetzt die andere.«

Sie gehorchte. Mit dem Schmerz kam eine dunkle, pochende Lust, die sie noch nie zuvor empfunden hatte.

»Okay, Baby?«

»Ja ... ja, ich glaube schon.«

»Atme in den Schmerz hinein. Lange, tiefe Atemzüge.«

Sie holte tief Luft. Es half ein wenig, und sie wurde ruhiger.

»Und jetzt nimm wieder den Vibrator. Reib die Spitze mit Gleitcreme ein. Und reib auch deine Muschi damit ein.«

Mit zitternden Händen trug sie das Gleitmittel auf den Phallus auf und verrieb es auf ihrer Möse. Es fühlte sich unglaublich an. Sie konnte es kaum abwarten, den Vibrator zu benutzen.

»Jetzt, Cam?«

»Jetzt.«

Sie schaltete den Vibrator ein, ließ ihn einen Moment über ihrem Geschlecht verharren, wie um sich selbst zu necken, dann fuhr sie leicht damit über ihre geschwollenen Falten. Das Summen übertrug sich auf ihren Körper, und ihre Nippel vibrierten vor Schmerz und Lust.

»Fahr mit dem Vibrator über deine Möse, Baby«, sagte Cam mit seiner tiefen Stimme. »Aber du darfst noch nicht kommen.«

Sie befolgte Cams Anweisungen und beobachtete sich selbst im Spiegel, während sie den Vibrator über ihre äußeren und inneren Schamlippen und über ihre geschwollene Klitoris führte. Sie glaubte, vor Lust sterben zu müssen. Beinahe war es zu viel.

»Und jetzt lehn dich auf dem Stuhl zurück. Spreiz die Beine noch weiter und stoß den Vibrator in dich hinein.«

Ja!

Sie lehnte sich zurück, stellte einen Fuß auf den Rand des Schminktischs und machte die Beine so breit wie möglich. Und dann sah sie im Spiegel, wie der Vibrator in ihr nasses Loch glitt.

So hatte sie sich noch nie gefühlt. Ihr ganzer Körper bebte von innen. Wieder stand sie kurz vor dem Orgasmus.

»Ich glaube, ich kann nicht mehr warten, Cam!«, keuchte sie.

»Dann komm für mich, Baby.«

»Ja!«

Sie setzte den Vibrator so an, dass er ihren G-Punkt berührte. Und dann schlugen die Wellen der Lust über ihr zusammen. Mit der freien Hand rieb sie heftig ihre Klitoris und stieß den Vibrator tief in sich hinein, während ihr Geschlecht sich um den harten Schaft zusammenzog.

Ihre Klimax schien ewig zu dauern. Als die letzten Wellen des Orgasmus verebbt waren, zog sie den Vibrator heraus und brach keuchend auf dem Stuhl zusammen.

»Braves Mädchen.«

Selbst jetzt lief ihr bei seinen Worten ein Schauer über den Rücken.

»Das war gut, Baby, nicht wahr?«

»Oh, Gott, ja!«

»Und wenn ich in ein paar Tagen nach Hause komme, wird es sogar noch besser. Nimm jetzt die Klemmen ab. Sei vorsichtig und mach es langsam. Es tut weh, wenn du sie abziehst, und deine Nippel werden eine Weile wund sein. Danach geh ins Bett und schlaf.«

»Ich liebe dich, Cam.«

»Ich liebe dich auch, mein Schatz. Das weißt du doch. Und jetzt geh schlafen. Und träum von mir. Träum von den Dingen, die ich mit dir machen werde, wenn ich nach Hause komme.«

Sie legten auf.

Die Klemmen abzunehmen war schlimmer, als sie anzulegen. Jillian zog scharf die Luft ein, aber sie genoss den Schmerz trotzdem. Es war alles zu gut.

Sie ging zu Bett, und als sie schlief, träumte sie davon, was Cam mit ihren neuen Spielzeugen alles machen würde. Er würde ihr zu neuen Höhepunkten der Lust – und des Schmerzes – verhelfen.

Cams Rückkehr verschob sich um einen Tag. Jillian vermisste ihn, und sie hatte viel zu viel Zeit zum Nachdenken. Wenn er sie in einem Zustand intensiver Erregung hielt, konnte sie ihr Gehirn abschalten. Aber jetzt war sie zu Hause und hatte nichts zu tun. Sie saß im Wohnzimmer, mit einem Glas Weißwein in der Hand, und starrte durch die großen Fenster in die Nacht.

Cam hatte dieses Haus selbst entworfen, und Jillian hatte es immer geliebt. Es hatte mehr Glasflächen als feste Mauern, so dass überall Licht eindringen konnte. Überall waren Kamine, und der Kamin im Wohnzimmer heizte zugleich das Esszimmer. Selbst im Schlafzimmer gab es einen Kamin.

Das Haus war modern, aber mit warmen Holzfußböden ausgestattet, die die geraden Linien abmilderten. Sie hatten es zusammen eingerichtet, und die modernen Möbel und die sparsam verwendeten Farbtupfer verliehen dem Haus eine Zen-Note.

Sie hatte es immer als friedlich und heiter empfunden, aber heute Abend fühlte sie sich nur einsam. Das Haus war einfach zu groß, und die Glasflächen gaben ihr das Gefühl, die Außenwelt könnte viel zu leicht eindringen.

Sie lehnte sich an die Kissen auf dem langen L-förmigen Beigen Sofa aus Wildleder und zog eine handgewebte Decke über sich. Durch die Lichtkuppel über sich sah sie das schwache Funkeln der Sterne durch einen dünnen Nebelschleier. In Seattle war es fast immer neblig, und sie hatte sich schon oft gefragt, warum Cam so viele Lichtkuppeln in das Haus eingebaut hatte. Aber es hatte natürlich etwas mit seiner Vorstellung von offenem Wohnen zu tun, bei dem die Grenzen zwischen drinnen und draußen verwischten.

Grenzen. Damit hatte sie heute Abend auch Probleme. Eine Zeit lang begnügte sie sich damit, nur daran zu denken, wie viel näher Cam und sie sich gekommen waren, aber schließlich konnte sie der Frage, was sie da eigentlich taten, nicht mehr ausweichen.

Dieses Machtspiel war sehr intensiv. Und es nahm sie ganz in Anspruch. Es schloss die Außenwelt so effektiv aus, wie Cams Lichtkuppeln sie einließen. Aber war das wirklich gut? Andererseits hatte sie wirklich zu viel gegrübelt, und ihre Schuldgefühle hatten sie und ihren Mann auseinandergebracht.

Das Schuldgefühl nagte immer noch an ihr. Es war alles ihre Schuld. Das vergangene Jahr war für Cam hart gewesen, weil sie körperlich und emotional so distanziert gewesen war. Selbst wenn sie miteinander geschlafen hatten, war sie nicht wirklich bei ihm gewesen.

Und das hatte sich mit BDSM geändert. Sie war froh für Cam. Froh auch für sich. Aber würde das wirklich alles wieder in Ordnung bringen? Da war sie sich gar nicht so sicher.

Sie lernte gerade erst wieder, ihrem Körper, der sie in der Schwangerschaft so im Stich gelassen hatte, zu vertrauen. Gott, in ihrem Kopf herrschte ein einziges Chaos. Ihr Körper, ihre Trauer.

Ihre Schuld.

Denk nicht zu viel darüber nach.

Aber wann sollte sie sonst darüber nachdenken? Sie gelangte doch immer wieder an diesen Punkt, und dann musste sie aufhören. Sie ertrank doch förmlich in Selbstmitleid, seitdem sie ihr Baby verloren hatte.

Hör auf! Es ist zu viel!

Sie biss sich auf die Lippen. Sie musste einfach diesen Neuanfang gemeinsam mit Cam wagen. Es musste funktionieren. Für sie selbst und auch für Cam.

Allerdings wusste sie noch nicht genau, wie sie ihre Zweifel und Ängste überwinden sollte. War BDSM denn eigentlich normal? Sie wollte aber auch nicht damit aufhören. Jemand musste ihr helfen, Klarheit zu finden.

Sie schlief auf der Couch ein, noch während sie sich mit diesem Thema auseinandersetzte.

Kapitel 5

Die Alvina-Kramer-Ausstellung in der Galerie hatte seit Wochen Jillians höchste Aufmerksamkeit beansprucht. Alvina war eine neue Künstlerin, aber sie war bereits international bekannt. Die Leighton Gallery hatte sie nur deshalb für eine Ausstellung gewinnen können, weil Alvina in Seattle lebte. Ihr Ruhm war ihr leider zu Kopf gestiegen, und »La Kramer«, wie man sie in Galeriekreisen nannte, benahm sich wie eine Primadonna. Sie machte Jillian und ihre Angestellten jetzt schon seit über einem Monat wahnsinnig.

Endlich kam der Tag der Ausstellungseröffnung, und Jillian war froh, dass sie es jetzt bald überstanden hatte. Am Morgen hatte sie noch eine letzte Besprechung mit den Caterern und sorgte dafür, dass überall die Beleuchtung stimmte. Alles sollte perfekt sein. Briana klebte den ganzen Nachmittag förmlich an ihrer Seite, um darauf zu achten, dass Jillians Anweisungen auch genau ausgeführt wurden. Eine Stunde vor der Ausstellung waren die beiden Frauen schließlich allein in Jillians Büro. Jillian stand an ihrem Schreibtisch und kontrollierte ein letztes Mal die Liste auf ihrem Clipboard.

»Ich glaube, jetzt ist alles fertig. Ruh dich ein bisschen aus, Jillie, bevor du dich umziehst.«

»Was? Nein, ich wollte rasch alles noch einmal überprüfen.«

»Es ist alles fertig. Vielleicht solltest du ein Glas Wein trinken.«

Jillian warf ihr einen Blick zu. »Du weißt doch, dass ich bei solchen Anlässen nie etwas trinke.«

»Du kommst mir nur ein bisschen ... angespannt vor.«

Jillian ließ sich auf ihren Stuhl sinken und atmete tief durch. »Tut mir leid, Bri. Ich musste so vieles bedenken.«

»Ja, diese Künstlerin ist auch echt anstrengend ...«

»Nein, es war nicht nur das, obwohl das natürlich noch dazu beigetragen hat, das kannst du mir glauben. Ich würde diese Frau am liebsten erwürgen. Aber ... es hat eigentlich eher mit mir zu tun.«

Briana setzte sich auf den Stuhl ihr gegenüber. »Wie meinst du das? Was ist los? Ich dachte, mit dir und Cam liefe alles großartig?«

Jillian schob sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. »Gott, ich weiß nicht, Bri. Alles war gut, aber plötzlich stelle ich es in Frage. Ich stelle alles in Frage. Ich meine, ist es wirklich richtig, was wir tun?«

»Warum nicht? Ihr seid erwachsen und seid euch einig. Niemand wird verletzt. Ich verstehe das Problem nicht.«

»Es ist viel komplizierter.«

»Dann erzähl es mir doch.«

»Ich weiß nicht, ob ich das kann.« Sie schwieg und versuchte, Ordnung in ihre Gedanken zu bringen. »Mein Leben war okay, weißt du. Alles war gut, und dann wurde ich schwanger.« Sie schwieg einen Moment, um das einzige Geheimnis, das sie noch nie jemandem anvertraut hatte, nicht auszuplaudern. Dann holte sie tief Luft und fuhr fort.

»Ich verlor das Baby im fünften Monat. Alle wussten von meiner Schwangerschaft, und als ich wieder zur Arbeit kam, wollten sie natürlich wissen, was passiert war, aber niemand fragte mich. Sie starrten mich alle nur an und rechneten wahrscheinlich damit, dass ich einen Zusammenbruch bekäme. Was niemand wusste, war, dass ich innerlich ständig zusammenbrach.«

»Ich weiß, Liebes. Ich habe doch versucht, dich hier so gut wie möglich abzuschirmen.«

»Ja, das hast du. Aber ich musste trotzdem mit allem allein fertigwerden. Und es hat einen Keil zwischen Cam und mich getrieben. Ich konnte nichts dagegen tun. Und jetzt scheint zwar alles immer besser zu werden, aber ich weiß nicht, wie real es ist.«

»Wenn es so aussieht, als würde es besser, dann wird es auch besser, Jillie.«

»Nein, ich glaube nicht. Ja, okay, vielleicht, aber vielleicht ist es auch nur oberflächlich.«

»Ich möchte dich etwas fragen. Wenn es dir unangenehm ist, brauchst du nicht zu antworten, okay?«

Jillian nickte.

»Wenn ihr miteinander schlaft, gibt es dann diese Momente, in denen ihr euch in die Augen seht und euch tief miteinander verbunden fühlt?«

»Ja. Das passiert in der letzten Zeit häufig.«

»Nun, ich glaube, das kann man nicht vortäuschen. Das passiert nur, wenn es wirklich ist.«

»Du hast ja Recht. Vielleicht mache ich mir einfach nur zu viele Gedanken. Und die letzte Woche war besonders schlimm, weil mir Alvina ständig im Nacken gesessen hat. Vielleicht geht es mir nach heute Abend besser.«

»Ja, bestimmt. Diese Frau ist ein Albtraum!«

»Ja.« Jillian musste unwillkürlich lächeln. Es tat gut, seinen Kummer mit einer Freundin teilen zu können, und die arme Briana hatte schließlich genauso wie sie unter »La Kramer« gelitten.

Grinsend nahm Briana Jillian das Clipboard aus der Hand. »Okay, dann lassen wir die Party mal beginnen. Du hast doch dein heißes kleines Rotes mitgebracht, oder?«

Die Beleuchtung war makellos. Die Gäste waren großartig. Leise Hintergrundmusik untermalte das angeregte Geplauder der Kunstinteressierten, die die riesigen Bronze-Skulpturen in der Galerie betrachteten.

»La Kramer« trug eine fließende goldene Robe, und ihre flammend roten Locken umrahmten ein blasses, viel zu stark geschminktes Gesicht. Sie hielt Hof in einer Ecke des Raumes, lachte zu laut und sonnte sich in der Bewunderung der Menge.

Es schien alles wunderbar zu laufen. Die Vernissage hatte erst vor einer Stunde begonnen, und schon war die Hälfte der Kunstwerke mit einem roten Punkt versehen. Die Künstlerin würde sich freuen.

Als Cam kam, konnte Jillian sich endlich ein wenig entspannen. Er stand in der Eingangstür und blickte sich suchend nach ihr um. Gott, er sah gut aus, dachte sie, als sie auf ihn zuging. Mit seiner schwarzen Hose, dem schwarzen Hemd und der schwarzen Lederjacke wirkte er sehr männlich und geheimnisvoll. Als er sie erblickte, lächelte er strahlend.

Sie schmiegte sich an ihn und küsste ihn. Seine Lippen waren kühl.

»Hi.«

»Hi, Baby.«

Sie flüsterte ihm ins Ohr: »Es tut mir leid. Ich war in der letzten Zeit ein wenig angespannt wegen der Ausstellung.«

»Das ist schon in Ordnung. Du kannst mich später dafür entschädigen.«

Er lächelte verschmitzt, und ein kleiner Schauer durchfuhr sie.

»Komm, ich besorge dir ein Glas Champagner. Und du kannst Briana begrüßen.«

In den nächsten zwei Stunden hielt die Vernissage Jillian auf Trab. Sie unterhielt sich mit den Gästen, schaute gelegentlich nach der Künstlerin. Der Abend war ein großer Erfolg, und selbst »La Kramer« fand nichts daran auszusetzen.

Schließlich trat Gianni, einer ihrer Assistenten, an Jillian heran und flüsterte: »Das letzte Stück ist verkauft. Jetzt brauchen wir nur noch zu feiern.«

»Danke, Gianni. Das ist wundervoll.«

Sie nahm sich ihr erstes Glas Champagner vom Tablett eines vorbeieilenden Kellners. Jetzt konnte sie sich entspannen. Ihre Leute waren wirklich großartig, und der Abend war ein voller Erfolg.

Suchend blickte sie sich nach Cam um. Sie erblickte ihn bei einer Gruppe von Leuten am anderen Ende des Raums. Als ob er ihren Blick spüren würde, hob er den Kopf und sah sie an. Sie wandte lächelnd den Kopf, und er verließ seine Gruppe und kam auf sie zu.

»Und, wie läuft es, Liebling? Sieht so aus, als ob ihr guten Umsatz macht.«

»Tollen Umsatz. Wir haben alles verkauft.«

»Ah, deshalb der Champagner.«

Autoren

  • Autor: Eden Bradley

    Eden Bradley (Autor)

    5 Titel veröffentlicht

  • Autor: undefined

    Claudia Müller (Übersetzung)

    22 Titel veröffentlicht

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Titel: Touch me harder: Ein Dark-Pleasure-Roman - Band 4